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Dänemark setzt Impfungen mit Astrazeneca-Impfstoff für 14 Tage aus

10:41
11.03.2021
In Dänemark wird vorübergehend niemand mehr mit dem Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca geimpft. Grund dafür seien Berichte über schwere Fälle von Blutgerinnseln bei Personen, die mit dem Mittel gegen Covid-19 geimpft worden seien, teilte die dänische Gesundheitsverwaltung am Donnerstag mit. Die europäischen Arzneimittelbehörden hätten vor dem Hintergrund eine Untersuchung des Impfstoffes eingeleitet. Ein Bericht beziehe sich auf einen Todesfall in Dänemark. Man könne jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Vakzin und den Blutgerinnseln bestehe.

Teddy Jaans

Immunitätsrate liegt bei zwölf Prozent

09:42
11.03.2021
Gesundheitsministerin Paulette Lenert, Prof. Paul Wilmes von Research Luxembourg und Dr Thomas Dentzer von der Santé haben am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz zur Teststrategie eine Bilanz der zweiten Phase des Large Scale Testing (LST)  gezogen und zugleich die künftige Ausrichtung vorgestellt. Am Donnerstagnachmittag soll die Chamber die Finanzierung der dritten Phase des LST stimmen.

Aktuell greifen die Maßnahmen, so die Ministerin einleitend, man habe die Zahlen augenscheinlich im Griff. Allerdings habe man zwischen dem 1. und 9. März 32 Sterbefälle registrieren müssen, was Sorge bereitet. 

Prävalenz von 0,9 Prozent

Nach sechs Monaten geht die zweite Phase des LST zu Ende, rund 804.000 Tests wurden gemacht. 0,9 Prozent - 6.850 Personen - waren positiv.  Ziel des LST bleibt, ein Maximum an Erkenntnissen über das Virus und die Dunkelziffer zu bekommen, so die Ministerin. Über die Bluttests hat man festgestellt, dass mittlerweile rund zwölf Prozent der Bevölkerung immun gegen das Virus sind. Ein Wert, den auch Thomas Dentzer basierend auf der Auswertung zahlreicher Analysen bestätigte.

In der dritten Phase - bis vorerst Mitte Juli - wird weiter auf Einladung getestet. Vorgesehen sind 53.000 Tests pro Woche, wobei den mobilen Testmannschaften eine große Wichtigkeit beigemessen wird. Mit neuen Testverfahren will man bei den serologischen Tests feststellen, ob eine Immunität von einer Erkrankung oder einer Impfung herrührt.

Schnelltests werden seit November parallel zu den im LST üblichen PCR-Tests eingesetzt. Beide Testverfahren sind komplementär, so die Ministerin. Die Schnelltests kommen in Pflegeheimen, im Sport oder etwa in Notaufnahmen zum Gebrauch. Auch im schulischen Bereich sollen sie flächendeckend eingesetzt werden.

Für Paul Wilmes steht außer Frage, dass man dank des LST Infektionsketten früh unterbrechen konnte. Dadurch, dass man Personen mit hohem Risiko öfter zum Testen einlud, konnte man die Dunkelziffer niedrig halten, so der Wissenschaftler. Zehn Prozent der Bevölkerung seien pro Woche getestet worden. Die Beteiligung bei den Einwohnern des Landes lag bei über 50 Prozent. Dass die sanitären Maßnahmen Wirkung zeigten, konnte man aus den LST-Ergebnissen herauslesen: In den meisten Risikogruppen lag die Prävalenz nicht höher als im Durchschnitt, so Wilmes, der das LST als den Schlüssel zum Identifizieren der so genannten asymptomatischen Patienten einstuft. Wilmes schätzt, dass man ohne LST mit 43 Prozent mehr Infektionen hätte rechnen müssen.

Hotline überlastet

Die Ministerin bittet wegen der aktuellen Überlastung der Impf-Hotline um Geduld. Man arbeite mit Hochdruck an einer Aufstockung und werde die technischen Schwierigkeiten schnellstmöglich lösen.





Mehr Details können Sie auf wort.lu in einem ausführlichen Bericht in Kürze nachlesen.

Teddy Jaans