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Junck: „68 Prozent reichen nicht“

06:10
11.03.2021
68 Prozent des Pflege- und Krankenhauspersonals sind geimft. „Das reicht noch nicht, so der Präsident der Spitalsvereinigung FHL, Paul Junck am Donnerstagmorgen bei RTL Radio. “Wir werden zusätzliche Sensibilisierungen vornehmen", so Junck, der darauf verwies, dass von den insgesamt 7.800 Personen sich mittlerweile 1.300 weitere impfen wollen lassen.

Sorgen macht die FHL sich wegen der steigenden Infektions- und Hospitalisierungszahlen "Seit Anfang Februar hat man quasi eine Verdopplung bei den stationär behandelten Kranken festgestellt, wobei die britische Variante dominierend ist.

Man denke aktuell über eine Deprogrammierung nicht dringender Eingriffe nach, um Kapazitäten für Covid-Kranke frei zu bekommen.

Junck beruhigte aber auch: „Wir wissen mittlerweile viel über das Virus und die Behandlungen. Seit einem Jahr sammeln wir Erfahrungen und somit können wir vorsichtig optimistisch sein“.

Teddy Jaans

Brasilien meldet erstmals über 2000 Corona-Tote in 24 Stunden

06:10
11.03.2021
Nach der bisher todbringendsten Woche in der Pandemie hat Brasilien erstmals mehr als 2000 Corona-Tote an einem Tag erfasst. 2286 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Mittwochabend (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben. Insgesamt sind damit in Brasilien 270.656 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 79.876 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem größten Land Lateinamerikas auf mehr als 11,2 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

Brasilien, das erst im Januar mit Impfungen begann, ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Das Gesundheitssystem ist in vielen Städten zusammengebrochen. So haben die Intensivstationen für Covid-19-Patienten etwa in Porto Velho, Campo Grande und Porto Alegre laut der Forschungseinrichtung „Fundação Oswaldo Cruz“ (Fiocruz) 100 Prozent Auslastung erreicht.

Nach Angaben der Forschungseinrichtung Fiocruz haben die intensive Zirkulation von Menschen und die zunehmende Ausbreitung von Sars-CoV-2 das Auftreten von „besorgniserregenden Varianten“ in Brasilien wie der offenbar im Amazonasgebiet entstandenen neuen P.1-Variante begünstigt.

Lokale Politiker haben den Ernst der Lage erkannt und die Maßnahmen gegen eine rasante Ausbreitung des Coronavirus zuletzt verschärft. Präsident Jair Bolsonaro, der das Corona-Virus von Anfang an verharmlost hatte und mittlerweile auch den Sinn einer Impfung in Zweifel zieht, lehnt Einschränkungen aus wirtschaftlichen Gründen weiter ab.

Sarah Cames