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Rheinland-Pfalz öffnet Hunderte Zentren für Schnelltests

12:40
08.03.2021
Apotheken, Arztpraxen und andere Orte: Hunderte Zentren für die Corona-Schnelltests sind am Montag in Rheinland-Pfalz startbereit gewesen. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: „Testen ist von Beginn an ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Corona: Tests geben uns Sicherheit darüber, wie sich die Infektionen im Land entwickeln, und sie sind wichtig, um Infektionsketten möglichst früh zu unterbrechen.“

Laut dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz waren in Rheinland-Pfalz rund 450 Teststellen gemeldet worden. Manche davon nehmen erst in den kommenden Tagen ihre Arbeit auf. Bätzing-Lichtenthäler sprach von etwa 300 Stellen, die schon seit Montag die für jeden Bürger einmal in der Woche kostenlosen Antigen-Schnelltests auf das Corona-Virus anbieten wollten. „Allein 3700 Helferinnen und Helfer haben sich als Testerinnen und Tester gemeldet - das ist eine beeindruckende Zahl“, sagte die Ministerin.

In Koblenz wollte Oberbürgermeister David Langner (SPD) zugleich ein Testzentrum in der Corona-Ambulanz in einer Sporthalle vorstellen. Ein Drive-in-Angebot planen die Verbandsgemeinden Mendig und Pellenz nach eigenen Angaben vom 13. März an auf dem Flugplatz Mendig in der Osteifel: „Die Nutzer haben hier die Möglichkeit, sich bequem aus dem Auto heraus testen zu lassen.“

Sarah Cames

Frankreich will bei Corona-Impfungen schneller werden

11:50
08.03.2021
Frankreich will bei den Impfungen gegen Covid-19 das Tempo anziehen. Fast vier Millionen Menschen hätten bisher mindestens eine erste Impfung erhalten, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal der Zeitung „Le Parisien“. „Aber das ist offensichtlich nicht zufriedenstellend für viele Franzosen, die immer noch keinen Termin haben.“ Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern ist schwer von der Pandemie getroffen. Das größte Hindernis bei Impfungen seien die Dosen, sagte Attal. „Wir haben nicht genug Dosen, um alle zu impfen. Aber sie kommen.“

Premierminister Jean Castex hatte zuvor erklärt, dass von Freitag an über das Wochenende weit mehr als eine halbe Million Französinnen und Franzosen geimpft worden seien. „An diesem Wochenende wurde eine neue Etappe in unserem Kampf gegen das Virus erreicht“, schrieb er auf Twitter. In der vergangenen Woche hatte er angekündigt, dass Impfungen in Apotheken im ganzen Land ab dem 15. März möglich sein werden.

Regierungssprecher Attal schloss außerdem eine Impflicht für Pflegekräfte nicht aus. „Es wäre unverantwortlich, sich nicht impfen zu lassen, wenn man Pflegekraft ist“, sagte er. Die Impfbereitschaft unter den Pflegekräften sei zu niedrig.

Die Sonntagszeitung „Journal du Dimanche“ berichtete, dass Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Corona-Verteidigungsrat verärgert über das langsame Tempo bei den Impfungen gewesen soll. Er hat demnach Impfungen an sieben Tagen in der Woche gefordert - auch wenn das die Mobilisierung von Rettungskräften, Armee und Krankenhauspersonals bedeute.

Frankreich hatte zunächst einen extrem langsamen Impfstart hingelegt. Nach heftiger Kritik zog die Regierung das Tempo an. Frankreich hat mehr als 88.000 Tote in Verbindung mit Corona registriert. Zuletzt infizierten sich binnen einer Woche rund 217 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Corona-Virus. Frankreich setzt massiv auf Tests - pro Woche zählt das Land mehr als zwei Millionen Corona-Tests.

Sarah Cames