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20210223135304

Deutschland verlängert Grenzkontrollen im Südosten

12:40
23.02.2021
Die Grenzkontrollen an den Übergängen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol werden bis zum 3. März verlängert. Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Dienstag auf Nachfrage bestätigte, sollen die seit dem 14. Februar geltenden Verbote und Regeln für Einreisen von dort unverändert beibehalten werden.

Die Bundesregierung hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols in Österreich zu sogenannten Virusvariantengebieten erklärt. Von dort dürfen aktuell nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Corona-Test mitführen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die Regeln waren zunächst für zehn Tage eingeführt worden.

Mehrere der Vorgaben seien unverhältnismäßig oder unbegründet, hieß es in einem Beschwerdebrief der EU-Kommission an den deutschen EU-Botschafter Michael Clauß in Brüssel. „Wir glauben, dass das nachvollziehbare Ziel Deutschlands - der Schutz der öffentlichen Gesundheit in einer Pandemie - durch weniger restriktive Maßnahmen erreicht werden könnte“, führte die Kommission darin weiter aus.

Tom Rüdell

Keine FFP2-Maskenpflicht in Luxemburg geplant

11:53
23.02.2021
Derzeit sei es nicht geplant, im Großherzogtum eine FFP2-Maskenpflicht einzuführen, so die Antwort der Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) auf eine parlamentarische Frage von Jeff Engelen (ADR) am Dienstag. 

Das Gesundheitsministerium verfolge allerdings die aktuelle Diskussionen über das Thema und sei darüber informiert worden, dass das europäische Zentrum für Infektionskrankheiten (ECDC) gegenwärtig Analysen über den Nutzten der FFP2-Masken durchführt. Sollten hierbei neue Resultate herauskommen, werden die Maßnahmen angepasst, heißt es weiter.

Jeff Wiltzius

Statistik: Starker Anstieg in einigen Regionen Frankreichs

10:52
23.02.2021
In einigen Regionen Frankreichs herrscht große Beunruhigung wegen der alarmierenden Corona-Situation. In der nordfranzösischen Küstenstadt Dunkerque (Dünkirchen) ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner der Regionalen Gesundheitsbehörde zufolge zuletzt auf mehr als 900 angestiegen. Regionalpolitiker fordern nun eine schnelle Reaktion. „Wenn strenge Maßnahmen zur Eindämmung notwendig sind, müssen diese zumindest an den Wochenenden ergriffen werden“, sagte Jean-René Lecerf, der Präsident des Département-Rats Nord, am Dienstag dem Sender Franceinfo.

Für Teile von Frankreichs Mittelmeerküste ist zuletzt wegen der starken Ausbreitung des Coronavirus ein Teil-Lockdown verhängt worden. An den kommenden beiden Wochenenden soll für die städtische Küstenregion des Département Alpes-Maritimes ein Lockdown gelten. Angesichts der Varianten sei es dringend notwendig, zu handeln, wo immer es nötig sei, sagte Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi dem Sender BFM TV. Die Küstenmetropole ist besonders schwer getroffen. Im gesamten Département liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, also der sogenannte Inzidenzwert, bei mehr als 580.

Insgesamt ist die Corona-Situation in Frankreich weiter angespannt, aber die Lage war recht stabil. Allerdings ist der landesweite Inzidenzwert zuletzt wieder leicht auf mehr als 200 angestiegen. Im gesamten Land gilt seit mehreren Wochen eine strenge Ausgangssperre ab 18 Uhr. 

Tom Rüdell