Letztes Update:
20210221164356

Luxemburg: Zwei neue Todesfälle

16:30
21.02.2021
Die Zahl der Corona-Toten ist laut Santé am Sonntag von 623 auf 625 gestiegen. Von 7.849 durchgeführten Tests waren 170 positiv.

Derzeit werden 70 mit Covid-19 Infizierte im Krankenhaus behandelt. 14 davon liegen auf der Intensivstation.

Die Reproduktionsrate beträgt 1,04. Wenn der R-Wert über 1,0 liegt, steckt ein Infizierter mehr als eine andere Person an. 

LW-Springer

Zelt-Krankenhaus in der Westukraine errichtet

15:12
21.02.2021
Wegen Überlastung mit Corona-Patienten sind im Westen der Ukraine an einem Krankenhaus Zelte zur Behandlung aufgestellt worden. In Bohorodtschany im Gebiet Iwano-Frankiwsk seien somit 120 zusätzliche Betten bereitgestellt worden, teilte der Zivilschutzdienst am Sonntag mit. Auf Fotos war zu sehen, wie die Zelte mitten im Schnee direkt an der Klinik stehen. Die Karpatenregion unweit der EU-Außengrenze weist seit etwa zwei Wochen in der Ukraine die höchsten Infektionszahlen aus.

Die Ursachen dafür sind unklar. Dem Land fehlen zur Feststellung von neuen Virusstämmen die Mittel. Proben müssen in ein Labor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Deutschland geschickt werden. Landesweit war die Zahl der Neuinfektionen und der Krankenhauseinweisungen seit Dezember gesunken.

In der verarmten Ex-Sowjetrepublik wurde bisher trotz Ankündigung nicht mit Impfungen begonnen. Gesundheitsminister Maxim Stepanow flog deshalb überraschend nach Indien. In den nächsten Tagen sollen aus Indien die ersten 500.000 Impfdosen in Kiew eintreffen.

Seit März 2020 wurden in der Ukraine etwa 1,3 Millionen Infizierte registriert. Mehr als 25.000 Menschen starben mit dem Virus.

LW-Springer

Israels Grüner Pass bringt Erleichterungen für Geimpfte

14:14
21.02.2021
Israel hat am Sonntag spezielle Erleichterungen für Bürger eingeführt, die gegen das Coronavirus geimpft oder nach einer Erkrankung genesen sind. Mit einem Grünen Pass dürfen sie unter anderem wieder Fitnessstudios, Hotels, Theater oder Sportereignisse besuchen. Gesundheitsminister Juli Edelstein schrieb bei Twitter, mehr als 3,2 Millionen Israelis könnten ab sofort diese Vorteile genießen. Ziel ist es, die Wirtschaft im Land wieder anzukurbeln. „Der Grüne Pass öffnet das Land schrittweise wieder“, sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Samstagabend.

Die Impfkampagne in Israel ist im Vergleich zu anderen Ländern sehr weit fortgeschritten. Das Land mit seinen 9,3 Millionen Einwohnern gilt als Vorreiter. Inzwischen kann sich jeder Bürger im Alter ab 16 Jahren impfen lassen. Die Infektionszahlen im Land sind weiterhin vergleichsweise hoch, in den vergangenen Wochen jedoch stetig gesunken.

Im Rahmen eines zweiten Öffnungsschritts nach einem wochenlangen Lockdown wurden am Sonntag auch Einkaufszentren, Museen, Bibliotheken und Gebetshäuser für Nicht-Geimpfte geöffnet. Dort müssen weiter die Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstand eingehalten werden. Auch die Schulen wurden für weitere Klassen geöffnet.

In Israel kann sich jeder Genesene sowie jeder Geimpfte eine Woche nach der zweiten Impfung einen Impfausweis online erstellen. Persönliche Informationen sind mittels eines einfachen QR-Codes ablesbar. Besitzer eines solchen Impfausweises können sich dann einen Grünen Pass ausstellen lassen, unter anderem über eine spezielle App.

Das israelische Nationaltheater Habima in Tel Aviv stellte nach der Wiedereröffnung am Sonntag am Eingang einen Bildschirm mit Gesichtserkennungssoftware auf. „In der Corona-Krise können wir allen Einrichtungen helfen, die rasch sehr viele Leute einlassen und ihre Identität überprüfen müssen“, erklärte Ejal Fischer vom Startup Preciate den Einsatz. Die Software brauche nur eine Sekunde für die Erkennung und könne auch Fälschungen verhindern, sagte Fischer. Theaterbesucher könnten ihren Ausweis mit Bild entweder online einscannen oder sich beim ersten Besuch vor Ort registrieren lassen. Dem Nationaltheater habe man die Software gespendet, sie koste für gewöhnlich monatlich bis zu 1.500 Schekel (rund 380 Euro) pro Station mit Bildschirm.

Insgesamt wurden in Israel seit dem 19. Dezember rund 4,3 Millionen Erst- und fast drei Millionen Zweitimpfungen verabreicht. Zum Vergleich: Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel. Dort erhielten bislang knapp 3,2 Millionen Menschen eine erste und knapp 1,7 Millionen auch eine zweite Impfung.

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