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Russland gibt dritten Corona-Impfstoff frei

10:02
20.02.2021
Im Kampf gegen das Corona-Virus hat Russland einen dritten Impfstoff freigegeben. Die ersten 120.000 Dosen des Vakzins KoviVac sollten bereits im nächsten Monat ausgeliefert werden, sagte Ministerpräsident Michail Mischustin am Samstag in Moskau. „Russland ist heute das einzige Land, das bereits drei Impfstoffe hat.“ Der Wirkstoff wurde am Tschumakow-Forschungszentrum für immunobiologische Präparate der Russischen Akademie der Wissenschaften entwickelt. Bis Jahresende sollen demnach 20 Millionen Dosen produziert werden. Umfangreiche klinische Studien liegen dazu aber noch nicht vor.

Russland hatte Mitte August mit Sputnik V den weltweit ersten Corona-Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben - obwohl zu diesem Zeitpunkt noch wichtige Tests fehlten. Der Wirkstoff ist mittlerweile in rund 30 Ländern registriert. In Russland haben aber erst mehr als 2,2 Millionen Menschen mindestens eine von zwei notwendigen Injektionen bekommen. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der Bevölkerung des riesigen Landes.

Daran hatte es vielfach Kritik gegeben, zuletzt von der EU. Es seien bereits mehr als zehn Millionen Dosen von Sputnik V hergestellt worden, sagte Mischustin. Zudem lägen 80.000 Dosen des zweiten russischen Impfstoffes EpiVacCorona vor. Nach früheren Angaben soll der Wirkstoff im nächsten Monat in Russland zum Einsatz kommen. Der 68 Jahre alte Kremlchef Wladimir Putin hat sich bislang noch nicht gegen Corona impfen lassen.

Sarah Cames

Als Omas verkleidet zum Corona-Impfzentrum in Florida

07:33
20.02.2021
Einmal war die Masche erfolgreich - beim zweiten Versuch flog sie auf: Als Seniorinnen verkleidet wollten sich zwei jüngere Frauen im US-Bundesstaat Florida Corona-Impfungen erschleichen. Der Gesundheitsbeamte Raul Pino schilderte die Episode am Donnerstag bei einer Pressekonferenz, um zu verdeutlichen, dass es im Orange County nicht an Impfwilligen mangelt. „Wir haben sogar Menschen, die vorgeben, alt zu sein, um geimpft zu werden“, sagte Pino. Am Mittwoch seien die beiden Frauen in dem Impfzentrum aufgefallen, die sich mit Hauben, Handschuhen und Brillen als „Omis“ verkleidet hätten und - mit gültigen Impfausweisen der Gesundheitsbehörde - ihre zweiten Impfdosen bekommen wollten. „Ich weiß nicht, wie sie das erste Mal entwischt sind“, sagte Pino.

US-Medien veröffentlichten Videos der Körperkameras von Polizeibeamten, die die Frauen zur Rede stellten und ihren „Egoismus“ anprangerten. „Sie haben jemanden um seine Impfung gebracht, der sie dringender braucht als Sie“, schimpfte einer. Strafrechtliche Konsequenzen müssten die Frauen nicht befürchten, berichtete die „New York Times“. Erneut geimpft wurden sie aber nicht.

Sarah Cames