Letztes Update:
20210220072729
Screenshot Covid-19 Task Force, Bericht vom 19.02. Links: Prognose der Task Force für den Einfluss der ansteckenderen britischen Virus-Variante auf die täglichen Fallzahlen in Luxemburg. Im Mai könnte der Höhepunkt einer neuen Infektionswelle erreicht werden. Rechts: Durch Reduzierung sozialer Kontakte um nur drei Prozent ließen sich die Infektionszahlen bereits um 20 Prozent eindämmen.

Deutschland: 30 Milliarden Euro Verlust für Kultur- und Kreativwirtschaft

13:56
19.02.2021
Die anhaltende Corona-Pandemie könnte für Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland einer Studie zufolge in diesem Jahr über 30 Milliarden Euro an Umsatzverlust bedeuten. In einigen Bereichen werden bis zu 69 Prozent Minus erwartet. Die Szene werde „länger als andere Branchen brauchen, um aus der Krise herauszukommen“, heißt es in der am Freitag in Berlin veröffentlichten Analyse des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes.

Je nach Szenario werden die Umsatzverluste für 2021 mit zwischen 11,5 und 31,8 Milliarden Euro beziffert. Damit könnten sich die Rückgänge auf einem ähnlichen Niveau wie 2020 bewegen, hieß es. Im vergangenen Jahr lag das Minus den Angaben zufolge bei 22,4 Milliarden Euro.

Innerhalb von Kulturwirtschaft und Kreativwirtschaft ergeben sich laut Studie ähnlich wie im Vorjahr erneut deutliche Unterschiede. So berechnete das Zentrum gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 für dieses Jahr für darstellende Künste ein Minus von bis zu 69 Prozent. In der Musikwirtschaft (minus 59 Prozent) und im Kunstmarkt (minus 61) sind die Werte ähnlich dramatisch.

Andererseits gibt es weniger betroffene Teilmärkte etwa bei der Software- und Games-Industrie, wo keine Umsatzveränderung erwartet wird, oder dem Architekturmarkt, wo die Verluste mit zehn Prozent berechnet sind.

Sarah Cames