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Russland plant erste Corona-Impfungen im Herbst

13:36
01.08.2020
Im Kampf gegen das Coronavirus will Russland im Herbst mit den ersten Impfungen beginnen. Dies sei für Oktober geplant, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko der Staatsagentur Tass zufolge am Samstag. Zunächst sollten Ärzte und Lehrer geimpft werden, dann schrittweise der Rest der Bevölkerung. Seinen Angaben zufolge sind die klinischen Tests eines in Russland entwickelten Impfstoffes mittlerweile abgeschlossen. Dessen Zulassung sei in Vorbereitung. Einen Zeitplan nannte er nicht. Zuletzt war der 10. August als Zulassungstermin im Gespräch.

Bereits im Mai hatte das staatliche Gamalaja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau mitgeteilt, einen Impfstoff entwickelt zu haben. Dieser habe bei allen Testpersonen eine Immunität gegen Corona erzeugt, ohne dass negative Nebenwirkungen aufgetreten seien.

Bislang hat Russland noch keine wissenschaftlichen Daten zu dem Impfstoff für eine unabhängige Bewertung veröffentlicht. Kremlchef Wladimir Putin hatte bei der Entwicklung Druck gemacht. Weltweit arbeiten Forscher unter Hochdruck an einem Mittel gegen das Virus. Nach Angaben von Muraschko wird derzeit ein weiterer Impfstoff gegen das Virus Sars-CoV-2 klinisch getestet. Weitere sollten folgen.

Russland hat nach offizieller Statistik landesweit mittlerweile mehr als 845.000 Corona-Infektionen verzeichnet. Täglich kommen mehr als 5.000 neue Infektionen hinzu. Mit Stand Samstag starben nach offiziellen Angaben mehr als 14.000 Menschen mit dem Virus, mehr als 646.000 galten als wieder genesen. Die meisten Infektionen gibt es in Europas größter Metropole Moskau, wo ihre Zahl zuletzt wieder anstieg.

In der Hauptstadt öffneten am Samstag nach monatelanger Schließung wieder Kinos, Theater und Konzertsäle - allerdings muss jeder zweite Platz frei bleiben. Seit Mitte März hatte es keine Vorstellungen mehr gegeben.

LW-Springer

Rotterdam: Viele Studenten infiziert

13:28
01.08.2020
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen unter Studenten hat der Bürgermeister von Rotterdam sämtliche Studenten der Stadt per Brief zum Einhalten der Schutzregeln ermahnt. „Auch junge Leute können schwer krank werden“, heißt es in dem Appell, wie die Stadt am Samstag mitteilte. „Achtet untereinander auf eure Verantwortung, nur zusammen bekommen wir dieses Virus unter Kontrolle.“ Täglich nähmen inzwischen die Infektionszahlen unter Studenten in Rotterdam zu.

Das Problem sei, dass Studenten nicht so schnell einen Corona-Test machen ließen, es nervig fänden, sich in Quarantäne zu begeben und sich auch mit der Kontaktnachverfolgung schwer täten, erklärte die Stadt. Als erste niederländische Städte führen Rotterdam und Amsterdam ab Mittwoch eine Maskenpflicht ein. Diese gilt für besonders belebte Plätze, Straßen und Geschäfte.

Die niederländische Regierung lehnt zwar eine allgemeine Maskenpflicht bisher ab, gestattet aber regionale Gebote. Bisher muss in den Niederlanden nur in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Gesichtsmaske getragen werden.

LW-Springer