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Bootsmigranten fliehen aus Quarantäne in Südspanien

13:22
01.08.2020
Insgesamt 59 Bootsmigranten aus Algerien sind nach Angaben der Regionalregierung der spanischen Region Murcia aus einer Quarantäne-Einrichtung geflohen. Dort seien sie eingewiesen worden, weil sie Kontakt mit Corona-Infizierten gehabt hätten, berichtete die die Zeitung „La Verdad“ am Samstag unter Berufung auf die Behörden der Region im Südosten Spaniens.

Bei einer großangelegten Suchaktion der Polizei seien bis Samstag 15 der Migranten wieder aufgegriffen worden. Die Menschen seien in der vergangenen Woche mit Booten über das Mittelmeer nach Spanien gekommen. Sie sollten 14 Tage in einer Sporthalle bei der Stadt Cartagena bleiben.

In der Region hat es schon mehrere solcher Vorfälle gegeben. Vergangenen Mittwoch hatten sich fast 100 Migranten aus einem Quarantänelage am Hafen von Cartagena abgesetzt, waren aber fast alle kurz darauf wieder aufgegriffen worden. An manchen Tagen kommen Hunderte Migranten über das Mittelmeer vor allem an den Küsten Südostspaniens an. Oft fehle es an Räumlichkeiten, um so viele Menschen in Quarantäne zu schicken, schrieb die Zeitung "El Pais".

LW-Springer

Tennis-Masters in Madrid wegen Corona-Lage fraglich

13:20
01.08.2020
Das für September in der spanischen Hauptstadt angesetzte Tennis-Masters könnte wegen wieder zunehmender Corona-Infektionen ausfallen. Die Organisatoren des Sandplatzturniers bestätigen am Samstag, dass sie „alle möglichen Optionen“ in Erwägung ziehen würden. Dass eine Absage des ATP-Turniers bereits entschieden ist, blieb jedoch offen.

Zuvor hatte die Regionalregierung Madrids geraten, wegen neuer Corona-Ausbrüche auf die für den 12. bis 20. September angesetzte Großveranstaltung für Damen und Herren besser zu verzichten. Die Entscheidung liege aber letztlich bei Ion Tiriac und der Firma Super Slam Ltd., der Inhaberin der Turnierlizenz, hätten die Organisatoren betont.

Mit etwa 288.000 nachgewiesenen Infektionen und über 28.400 Toten ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder Europas. Landesweit sind die Zahlen zwar seit Mitte Mai stark gesunken. Seit dem Ende des Corona-Notstands gab es nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid aber insgesamt schon wieder mehr als 600 lokale Ausbrüche mit mehr als 27.000 Neuinfizierten. Die Behörden betonen aber, die Pandemie sei weiter unter Kontrolle.

LW-Springer

Massen-Demo in Berlin beendet

13:09
01.08.2020
Mit einem Demonstrationszug haben Tausende Menschen am Samstag in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Die Polizei ging am Nachmittag von rund 15.000 Teilnehmern aus. Der Veranstalter hat die Demonstration für beendet erklärt. Zuvor hatte die Polizei wegen „Nichteinhaltung der Hygieneregeln“ Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung gestellt, wie sie auf Twitter mitteilte. 

Trotz steigender Infektionszahlen machten sich die Demonstranten für ein Ende aller Auflagen stark. Nach Polizeiangaben wurden dabei die Hygienevorgaben wie Abstand und Mund-Nasen-Schutz nicht eingehalten. Die Polizei ging dagegen mit kommunikativen Maßnahmen wie Lautsprecherdurchsagen oder Einzelansprachen vor.

Menschen mit Mund-Nasen-Schutz wurde aus dem Protestzug „Masken weg“ entgegengerufen. Zu größeren Zwischenfällen kam es zunächst nicht. An mehreren Stellen wurden Protestzug und Gegendemonstranten von Polizeieinheiten abgeschirmt. Gegendemonstranten unter dem Motto „Omas gegen rechts“ riefen dem Zug „Nazis raus“ entgegen, der Spruch schallte als Echo zurück.

Bei den Demonstranten waren Ortsschilder und Fahnen verschiedener Bundesländer zu sehen. Ihrem Unmut über die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus machten die Menschen mit Trillerpfeifen und Rufen nach „Freiheit“ oder „Widerstand“ Luft. Auch Parolen wie „Die größte Verschwörungstheorie ist die Corona-Pandemie“ waren zu hören.

Das Motto der Demonstration lautete „Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit“. Den Titel „Tag der Freiheit“ trägt auch ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl über den Parteitag der NSDAP 1935. In Stuttgart hat die Initiative „Querdenken 711“ bereits wiederholt demonstriert.

LW-Springer