Nur wenige Zuschauer im Saal und eingespielte Lacher vom Band: Auch die traditionelle Fastnachtssendung „Mainz bleibt Mainz“ hat in diesem Jahr der Corona-Pandemie Tribut zollen müssen. Anders als der Mainzer Rosenmontagszug wurde sie aber nicht abgesagt. Bei der am Freitagabend im Ersten ausgestrahlten Sendung traten viele bekannte Gesichter der wohl berühmtesten Fernsehfastnachtssendung in Deutschland auf - mit der gewohnten Mischung aus bissigen politischen Büttenreden, Musik und Nonsens-Beiträgen, in Mainz „Kokolores“ genannt.
Ganz auf „Mainz bleibt Mainz“ verzichten wollten die Fastnachtsvereine und der SWR als ausrichtender Sender nicht. Gestrichen wurde allerdings der sonst übliche Zusatz „wie es singt und lacht“ - wegen der Einschränkungen und Nöte, die mit der Pandemie verbunden sind. Die Sendung war außerdem kürzer, wurde aufgezeichnet und nicht wie sonst live übertragen. Live-Gesang im Saal im Kurfürstlichen Schloss gab es nicht, Videos zu den Musikbeiträgen wurden in den Wochen zuvor an Plätzen in Mainz gedreht. Im Saal saß nur ein Bruchteil des üblichen Publikums.