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Rheinland-Pfalz: Erste Schritte für Lockerungen des Lockdowns

14:19
11.02.2021
Die rheinland-pfälzische Landesregierung setzt weiterhin auf eine schrittweise Aufhebung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie. Die Grundschulen sollen den Anfang machen und nach dem Fastnachtswochenende am 22. Februar wieder den Wechselunterricht aufnehmen. Dabei gelte die Präsenzpflicht, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag in Mainz. Die Orientierungsstufen sollten dann zügig im März folgen.

Die neue Corona-Verordnung, die am 28. Februar erwartet werde, sieht vor, dass die Friseure am 1. März wieder öffnen können. Viele Menschen könnten sich ohne fremde Hilfe nicht die Haare waschen und föhnen, begründete Dreyer dies. Zudem sollten wie in den Nachbar-Bundesländern Fahrschulen und kleine Blumengeschäfte öffnen können.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen sei in Rheinland-Pfalz mit 55,3 auf den niedrigsten Wert aller Bundesländer gesunken, und Rheinland-Pfalz gehöre bei den Impfungen zur Spitzengruppe. Gleichzeitig gebe es eine höhere Ansteckungsgefahr durch mutierte Viren. „Diese Mutationen werden früher oder später die Oberhand gewinnen - auch in Deutschland.“

Weitere Öffnungsschritte des Einzelhandels, der Kultur und des Sports etwa seien daher nach dem Beschluss der Bund-Länder-Runde erst bei einer stabilen Landesinzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern möglich, sagte Dreyer. „Wir müssen gucken, dass wir auf einer Zahl sind, die uns etwas Spielraum gibt.“ Ihr sei bewusst, wie wichtig eine Öffnungsperspektive auch für die Gastronomie und die Hotellerie gerade mit Blick auf das Ostergeschäft seien. Dies sei aber „Glaskugelleserei“. „Wir wissen nicht, wann wir die Inzidenz von 35 erreichen. Wir können uns alle nur total anstrengen.“


Dreyer bedauerte, dass es in der Bund-Länder-Runde am Mittwoch keine Einigung auf einen Stufenplan für die Aufhebung von Einschränkungen des öffentlichen Lebens gegeben habe. Eine Arbeitsgruppe mit dem Chefs des Bundeskanzleramts und den Chefs der Staatskanzleien in den Bundesländern solle aber bis zum nächsten Treffen am 3. März über Perspektiven für weitere Öffnungen beraten. Bund und Länder hatten beschlossen, den Lockdown mit den Kontaktbeschränkungen bis zum 7. März zu verlängern. Es sei wichtig, „im Gleichklang der Bundesebene (zu) bleiben“, sagte Dreyer.

Jeff Wiltzius