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Biontech und Astrazeneca: Neue Produktionsstätten in Deutschland

16:22
10.02.2021
Das Mainzer Unternehmen Biontech hat in seinem neuen Werk im hessischen Marburg mit der Produktion seines Corona-Impfstoffs begonnen. Als erster Schritt werde der Botenstoff mRNA hergestellt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Biontech hatte vor wenigen Tagen die arzneimittelrechtliche Erlaubnis dafür erhalten. Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Die ersten am Standort Marburg hergestellten Impfstoffe werden nach Unternehmensangaben voraussichtlich Anfang April ausgeliefert.

Unterdessen kündigte am Mittwoch der Impfstoffhersteller Astrazeneca an, neue Kapazitäten in Deutschland schaffen zu wollen. Die Anlagen sollen in Zusammenarbeit mit der Firma IDT Biologika in Sachsen-Anhalt entstehen, sind voraussichtlich aber erst in mehr als anderthalb Jahren startklar.

Sobald das Werk in Marburg voll betriebsbereit ist, will Biontech dort bis zu 750 Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffs jährlich herstellen. Der neue Standort in Mittelhessen gilt als wichtiger Pfeiler in dem Bemühen von Biontech und Pfizer, in diesem Jahr die weltweite Produktionskapazität auf zwei Milliarden Dosen des Impfstoffs zu erhöhen.

Tom Rüdell

In Spanien Astrazeneca-Impfungen nur für unter 55-Jährige

12:54
10.02.2021
In Spanien soll der Impfstoff von Astrazeneca vorerst nur Volljährigen im Alter unter 55 Jahren verabreicht werden, die nicht zu einer Risikogruppe gehören. Es fehlten Daten zur Wirkung bei Älteren und bei Menschen mit Vorerkrankungen, hieß es zur Begründung.

Stattdessen sollen die für Februar erwarteten etwa 1,8 Millionen Impfdosen des schwedisch-britischen Pharmakonzerns für die Immunisierung besonders wichtiger Berufsgruppen verwendet werden, wie die Zeitung „El País“ am Mittwoch unter Berufung auf das Komitee für öffentliche Gesundheit berichtete. Dazu würden die Behörden Polizisten, Soldaten, Lehrkräfte, Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Zivilschutzes zählen, deren Impfung eigentlich erst später vorgesehen war.

Zudem werde erwogen, Gesundheitspersonal unter 55 Jahren, das bereits eine Corona-Erkrankung überstanden habe, erst in sechs Monaten zu impfen, berichtete die Zeitung „20 minutos“. Es gebe Hinweise, dass diese Gruppe durch die überstandene Erkrankung Antikörper gebildet habe und deshalb eventuell nur eine statt der sonst üblichen zwei Impfungen benötige.

Seit dem Beginn der Impfkampagne in Spanien mit einer Bevölkerung von 47 Millionen wurden bisher 2,16 Millionen Menschen gegen Corona geimpft. Gut 838.000 von ihnen hätten bereits die zweite Dosis erhalten, schrieb „20 minutos“.

Sarah Cames