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Experten: Kein Nachweis für Anti-Corona-Wirkung von Vitamin D

07:10
09.02.2021
Für einen Corona-Schutz durch Vitamin-D-Ergänzungsmittel gibt es nach Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) keinen zuverlässigen Beleg. Auch eine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einem schweren Krankheitsverlauf sei nach bisheriger Studienlage nicht nachgewiesen, heißt es in der jüngsten DGE-Fachinformation zum Thema (Stand: 11. Januar 2021).

Die Experten hatten Dutzende Studien und Beobachtungen aus verschiedenen Ländern unter die Lupe genommen. Zwar wurde vielfach von positiven Wirkungen einer Vitamin-D-Gabe im Verlauf einer Covid-19-Erkrankung berichtet. Die Studien wiesen aber meist fachliche Mängel auf, etwa weil der Vitamin-Status der Probanden vor ihrer Erkrankung nicht bekannt war, die Vergleichsgruppen sehr unterschiedlich oder durch Risikofaktoren wie Adipositas oder Diabetes vorbelastet waren.

Das Fazit der Ernährungswissenschaftler: „Derzeit liegen keine Argumente vor, die eine Supplementation von Vitamin D bei Personen mit adäquatem Vitamin-D-Status mit dem Ziel der Prävention einer Sars-CoV-2-Infektion oder der Verringerung des Schweregrades einer Covid-19-Erkrankung begründen können.“ Zudem warnen die DGE-Experten, dass es eine andauernde Überdosierung mit Vitamin-D-Präparaten unbedingt zu vermeiden gilt, da sie zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Nierensteinen, Nierenverkalkungen sowie Störungen des Herz-Kreislauf-Systems führen könne.

Sarah Cames

US-Abgeordneter Wright nach Corona-Infektion gestorben

06:00
09.02.2021
Ein Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses, der Republikaner Ron Wright, ist nach einer Infektion mit dem Corona-Virus gestorben. Das teilte die Vorsitzende der Parlamentskammer, Nancy Pelosi, am Montag mit. Der 67-jährige Abgeordnete aus dem Bundesstaat Texas hatte am 21. Januar erklärt, dass ein Corona-Test bei ihm positiv ausgefallen sei. Wright hinterlässt drei Kinder und neun Enkelkinder, wie Pelosi mitteilte.

US-Medien berichteten unter Berufung auf eine Stellungnahme von Wrights Büro, dass zuletzt sowohl der Abgeordnete als auch seine Frau Susan wegen der vom Corona-Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 im Krankenhaus behandelt worden seien. Wright war demnach seit Jahren auch wegen einer Krebserkrankung in ärztlicher Behandlung gewesen. Er war 2018 erstmals ins Repräsentantenhaus eingezogen.

Zuvor war Ende Dezember der bei der US-Wahl am 3. November gewählte republikanische Abgeordnete Luke Letlow aus dem Bundesstaat Louisiana nach einer Infektion mit dem Corona-Virus verstorben.

Sarah Cames