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Österreich bietet Portugal Aufnahme von zehn Patienten an

20:44
05.02.2021
Österreich will dem Corona-Hochrisikoland Portugal zehn Patienten aus überlasteten Kliniken abnehmen. Das Angebot gelte für fünf Covid-19-Patienten und fünf Menschen mit schweren Erkrankungen oder bevorstehenden Operationen, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag mit. Es sei ein Gebot der europäischen Solidarität, rasch und unbürokratisch zu agieren. „So wie wir bereits bisher Intensivpatienten aus Frankreich, Italien sowie Montenegro aufgenommen haben, wollen wir nun Portugal in dieser schwierigen Situation helfen“, sagte Kurz.

Diese Unterstützung könne „in einer Zeit, in der Portugal immer noch einem hohen Druck auf die Krankenhäuser ausgesetzt ist, von grundlegender Bedeutung sein“, teilte das portugiesische Gesundheitsministerium mit. Das Hilfsangebot aus Wien sei an die Behörde, die die Verteilung der Covid-Intensivpatienten in Portugal organisiert, zur Prüfung weitergeleitet worden. Man habe verschiedene Hilfsangebote erhalten, die alle überprüft würden.

Bisher hatte Gesundheitsministerin Marta Temido versichert, eine Entsendung von Covid-19- oder anderen Patienten ins Ausland werde vorerst nicht erwogen. Auch Ärzte sagen, es gebe innerhalb Portugals Regionen mit weniger ausgelasteten Kliniken, in die man Patienten aus den inländischen Hotspots schicken könne. Mehr als 900 Covid-Kranke wurden zuletzt auf Intensivstationen behandelt. Im staatlichen System hat Portugal nach eigenen Angaben 1250 bis 1300 Intensivbetten, die aber auch für andere Fälle benötigt werden.

Auch Luxemburg hilft mit: Das Großgherzogtum schickt demnächst medizinisches Personal und Ausrüstung nach Portugal, um vor Ort aushelfen zu können. Portugal ist besonders stark von der als höher ansteckend geltenden Virusvariante betroffen, die zuerst in Großbritannien aufgefallen war.

Sarah Cames

Athen verschärft erneut Corona-Maßnahmen

19:31
05.02.2021
Im Großraum Athen und in der zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki wird das tägliche Ausgangsverbot an diesem Wochenende um drei Stunden verlängert. Die Ausgangsperre gilt demnach an diesem Samstag und Sonntag ab 18.00 Uhr und endet um 5.00 des nächsten Tages. Nur wer an diesem Wochenende zum Arzt oder für einen kurzen Gang mit seinem Haustier ab 18.00 Uhr auf die Straße muss, darf ausgehen und dies muss per Sms an den Zivilschutz gemeldet werden. Dies teilte am Freitagabend die Regierung mit. Diese Verschärfung der Maßnahmen wird zunächst bis 15. Februar gelten, hieß es weiter.

Zudem dürfen alle Läden, die keine Lebensmittel oder Medikamente verkaufen, nur noch an Wochentagen öffnen und zusätzlich nur noch mit der Methode „Click away“ Waren verkaufen - der Kunde bestellt online oder telefonisch und holt die Ware vor der Tür ab, teilte der Zivilschutz mit. An Wochentagen bleibt die bislang geltende Ausgangsperre zwischen 21.00 und 5.00 Uhr bestehen, teilte der Zivilschutz weiter mit.

Nach einer leichten Lockerung des Lockdowns vor drei Wochen waren die Fallzahlen in Griechenland konstant nach oben geschnellt. Am Freitag meldete die griechische Gesundheitsbehörde für die rund 11 Millionen Einwohner 1195 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. 19 Menschen starben in Verbinding mit Corona. Vergangene Woche wurden im Durchschnitt 625 Fälle und vor 15 Tagen rund 500 Fälle in der Woche gemeldet. Griechenland bleibt- gemessen an seiner Bevölkerung - dennoch eins der Länder Europas mit den wenigsten Corona-Fällen, teilte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde mit.

Sarah Cames