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Ende des Wildwuchses: Friseure in Belgien dürfen wieder öffnen

18:31
05.02.2021
Nach dreieinhalb Monaten wuchernden Haarwuchses dürfen Friseure in Belgien von kommender Woche Samstag an wieder öffnen. Es würden jedoch sehr strenge Hygieneregeln gelten, sagte der belgische Regierungschef Alexander De Croo am Freitag nach Regierungsberatungen in Brüssel. Er betonte, dass die Corona-Situation in dem Königreich seit Dezember recht stabil sei. Die Maßnahmen gegen das Virus funktionierten gut, weil die Menschen sie berücksichtigten. De Croo sagte, man müsse weiter vorsichtig sein.

Andere nichtmedizinische Berufe mit Körperkontakt - etwa Kosmetiker - müssen sich noch bis zum 1. März gedulden. Campingplätze dürfen bereits am Montag wieder öffnen, die Außenbereiche von Tierparks kommende Woche Samstag.

Die Corona-Fallzahlen in Belgien sind zuletzt leicht gestiegen. In der vergangenen Woche wurden täglich im Schnitt 2349 Neuinfektionen registriert - ein Plus um 5 Prozent. Ende Oktober lag der Wert zeitweise teils über 20.000. Mit strikten Kontaktbeschränkungen und einer zeitweisen Schließung aller nicht notwendigen Geschäfte wurden sie seither gedrückt. Seit Anfang Dezember sind die Geschäfte wieder geöffnet. Derzeit gilt jedoch ein Verbot aller nicht notwendigen Reisen aus und nach Belgien.

Sarah Cames

Conseil supérieur des maladies infectieuses empfieht Astrazeneca-Impfstoff für jüngere Menschen

17:10
05.02.2021
Der Conseil supérieur des maladies infectieuses (CSMI) hat seine Einschätzung zum dritten von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassenen Impfstoff gegeben und kommt zu dem Schluss, dass das Präparat von Astrazeneca vorzugsweise an jüngere Personen ohne Immunschwäche ausgegeben werden soll. Auch in anderen Ländern wurde das Vakzin aufgrund mangelnder Datenlage bei älteren Patienten vorerst nur für Personen unter 65 Jahren empfohlen.

Für Patienten über 65 Jahren werden nun auch in Luxemburg vorzugsweise die Präparate von BioNTech/Pfizer und Moderna empfohlen. Das CMSI empfehle den Astrazeneca-Stoff für diese Patienten nur im Fall eines akuten Impfstoffmangels. Bei medizinischem Personal könne er hingegen verstärkt zum Einsatz kommen.

Der Impfstoff von Astrazeneca erreicht nach einer zweiten Impfung eine Wirksamkeit von etwa 80 Prozent. Anders als die Präparate von BioNTech/Pfizer und Moderna handelt es sich hierbei nicht um einen mRNA-Impfstoff, sondern um einen auf Vekrtorviren basierenden Stoff.

Sarah Cames