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Frankreich: Neuer Corona-Lockdown möglich

18:18
04.02.2021
Frankreichs Premierminister Jean Castex rechnet mit einem neuen Lockdown, falls sich die Lage in der Corona-Pandemie verschlimmern sollte. „Die Lage bleibt beunruhigend“, sagte der Regierungschef am Donnerstag in Paris. „Wenn wir gezwungen sind, werden wir nicht zögern, unsere Verantwortung wahrzunehmen. “Derzeit sei jedoch das Übersee-Département Mayotte im Indischen Ozean der einzige Teil Frankreichs, wo es einen Lockdown gebe. Die bisherigen Beschränkungen gelten weiter.

Frankreich mit seinen etwa 67 Millionen Einwohnern ist stark von der Covid-19-Pandemie betroffen. Nach Behördenangaben vom Mittwoch starben bereits 77.600 Menschen. Staatschef Emmanuel Macron hat das Reizthema Impfungen inzwischen zur Chefsache gemacht. Der 43-Jährige versprach, dass jeder Franzose, der dies wolle, bis Ende des Sommers einen Impftermin bekomme.

Sarah Cames

Jeder fünfte Erwachsene in Großbritannien geimpft

17:27
04.02.2021
In Großbritannien ist nach Regierungsangaben inzwischen bereits jeder fünfte Erwachsene gegen das Corona-Virus geimpft. Gesundheitsminister Matt Hancock versprach am Donnerstag: „Wir werden so schnell wie möglich weitermachen, um sicherzustellen, dass jeder, der eine Impfung benötigt, eine Impfung bekommt.“ Nach offiziellen Angaben vom Mittwoch wurden von insgesamt mehr als 66 Millionen Einwohnern - darunter auch Minderjährige - etwa 10,5 Millionen Menschen geimpft. Davon haben gut eine halbe Million bereits eine zweite Dosis erhalten, die für den kompletten Schutz als notwendig erachtet wird.

Die Impfbereitschaft sei „außerordentlich hoch“,
sagte der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi dem Sender BBC. Er verwies auf Daten des nationalen Statistikamts, wonach 85 Prozent der Erwachsenen mit einer Impfung einverstanden sind. Besorgniserregend sei jedoch, dass Studien zufolge weiße Menschen doppelt so häufig geimpft werden wie Schwarze. Bei einem großen Teil der Impfverweigerer handelt es sich demnach um Schwarze, Asiaten und Angehörige anderer ethnischer Minderheiten.

Am Donnerstag meldeten die Behörden in Großbritannien 20.634 Neuinfektionen. In den vergangenen sieben Tagen ist die Zahl damit deutlich gesunken. Erneut aber wurden fast 1000 Tote gemeldet. Darunter war ein siebenjähriger Junge, der seit November im Krankenhaus behandelt worden war.

Sarah Cames