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Norwegen: Umarmungen in Pflegeheimen dank Impfungen bald wieder erlaubt

15:38
03.02.2021
Im Zuge der angelaufenen Impfkampagnen in Europa sind Umarmungen in norwegischen Pflegeheimen ab nächster Woche nicht mehr tabu. Wenn Bewohner der Heime bereits ihre beiden Impfdosen erhalten haben, ist naher Kontakt mit ihnen ab dann wieder erlaubt. Das sagte der norwegische Gesundheitsminister Bent Høie am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Oslo. Geimpfte Bewohner müssten keinen Abstand zueinander halten. Sie könnten auch engeren Kontakt mit Besuchern haben, die noch nicht gegen Covid-19 geimpft worden seien. Die Anzahl dieser Kontakte sollte sich aber in Grenzen halten.

„Ich glaube, viele von uns vermissen die Umarmungen am meisten von allem. Wir vermissen es, unsere Arme um Menschen zu legen, die uns wichtig sind, und wir vermissten, dass sie ihre Arme um uns legen“, sagte Høie. „Bald gibt es aber jemanden, der das wieder machen darf: die Bewohner von Pflegeheimen.“ Die Empfehlungen für Heimbesuche werden deshalb zum nächsten Montag angepasst. „Es wird wieder erlaubt, sich zu drücken“, sagte Høie.

Nach Angaben des norwegischen Gesundheitsministeriums haben mittlerweile die meisten Pflegeheimbewohner im Land ihre zweite Impfdosis erhalten. Das Ministerium wies allerdings darauf hin, dass es ein bis zwei Wochen nach der zweiten Impfung dauert, bis der Impfstoff vollständigen Schutz liefert.

Sarah Cames

Neue Corona-Mutation entkommt Immunsystem einfacher

12:07
03.02.2021
Die nun auch in Großbritannien aufgetauchte Mutation E484K stärkt das Coronavirus nach Angaben des Virologen Alexander Kekulé gegen die Abwehrmechanismen im Körper. „Das Virus entkommt dem Immunsystem einfacher“, sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Mutation betrifft wie auch andere Mutationen das sogenannte Spike-Protein, das dem Coronavirus die kronenhafte Form verleiht.

Antikörper seien aber deutlich weniger wirksam gegen die E484K-Variante, sagte Kekulé mit Verweis auf Angaben aus Brasilien und bislang weniger belastbare Berichte aus Südafrika. „Das Virus wird schlechter neutralisiert.“ Wer nach einer Corona-Infektion Antikörper gebildet habe, könne an Viren mit der E484K-Mutation leichter als am herkömmlichen Coronavirus ein zweites Mal erkranken. Die gute Nachricht sei aber, dass die Krankheitsverläufe dann in der Regel milder seien. „Wir haben dann zwar nicht das volle Sortiment, das das Virus abfängt“, erklärte der Mediziner. „Aber wir können es bremsen.“ 

Teddy Jaans