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20210203060736

Neusseeland lässt ersten Impfstoff zu

05:36
03.02.2021
Mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer ist nun auch in Neuseeland das erste Corona-Vakzin zur Bewältigung der Pandemie vorläufig zugelassen worden. Die zuständige Behörde Medsafe gab am Mittwoch grünes Licht für den Einsatz des Präparats und sprach von einem „bedeutenden Meilenstein“. Vor der uneingeschränkten Zulassung des Impfstoffs müssten noch einige Bedingungen erfüllt werden, darunter regelmäßige Updates zu klinischen Studien und etwaigen Risiken. Die Impfkampagne in dem Inselstaat soll im April anlaufen und Beschäftigten mit Systemrelevanz und im Bereich des Grenzverkehrs Priorität einräumen.

Teddy Jaans

Macron verspricht Franzosen Corona-Impfstoff bis Ende des Sommers

21:38
02.02.2021
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat seinen Landsleuten einen Zeitplan für Corona-Impfungen zugesagt. „Bis Ende des Sommers werden wir in Frankreich allen erwachsenen Franzosen, die dies möchten, einen Impfstoff vorgeschlagen haben.“ Das sagte der 43-Jährige am Dienstagabend im Sender TF1 nach einem Treffen mit Impfstoffunternehmen und Vertretern der Mitte-Regierung. Er reagierte damit auch auf Kritik, dass es Verzögerungen bei den Impfungen gibt.

Der Staatschef machte auch deutlich, dass Impfstoffe ab Ende Februar oder Anfang März an vier Standorten im Land hergestellt werden sollen. Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen ist stark von der Covid-19-Pandemie betroffen, es starben nach Behördenangaben bereits über 77.000 Menschen.

Zuvor hatte die oberste Gesundheitsbehörde des Landes empfohlen, den Corona-Impfstoff von Astrazeneca vorzugsweise bei Erwachsenen unter 65 Jahren einzusetzen. Wie die die Hohe Gesundheitsbehörde mitteilte, gebe es zunächst nicht genügend Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs in der Altersgruppe über 65 Jahre. „Die Empfehlung wird im Lichte zusätzlicher Daten, die in naher Zukunft zur Verfügung stehen werden, insbesondere für Personen im Alter von 65 Jahren und älter, erneut überprüft werden“, hieß es.

Sarah Cames

Niederlande verlängern und erleichtern Lockdown

19:16
02.02.2021
Wegen der besorgniserregenden Ausbreitung der britischen Corona-Variante in den Niederlanden hat die Regierung in Den Haag die Verlängerung des Lockdowns bis mindestens zum 2. März beschlossen. Inzwischen gingen zwei Drittel aller Neuinfektionen auf diese weit stärker ansteckende Variante zurück, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend zur Begründung. Ein dritte Corona-Welle sei unvermeidlich.

Zugleich gab Rutte einige Erleichterungen des bereits seit dem 15. Dezember geltenden Lockdowns bekannt. So sollen Grundschulen und Kitas am kommenden Montag wieder öffnen. Der Regierungschef verwies auf die Einschätzung von Experten, dass Kinder in diesen Altersgruppen weniger zur Ausbreitung des Corona-Virus beitragen als ältere Kinder oder Erwachsene. Die Grundschul- und Kita-Öffnung werde mit einem strengen Testregime einhergehen. Oberschulen sollen bis mindestens zum 1. März geschlossen bleiben.

Vom 10. Februar an dürfen alle Geschäfte ein Bestell- und Abholsystem anbieten. Kunden sollen Waren online oder telefonisch ordern und in einem zugeteilten Zeitfenster abholen dürfen. Bislang waren nur Lieferungen nach Hause möglich; Ausnahmen wurden auch vorher schon für Lebensmittelgeschäfte gemacht.

Rutte bereitete die Niederländer zudem darauf vor, dass die seit dem 23. Januar geltende - und teils heftig umstrittene - nächtliche Ausgangssperre möglicherweise verlängert wird. Bislang sei zwar weiterhin vorgesehen, sie am 10. Februar aufzuheben. Vor einer Entscheidung soll aber der Rat von Experten eingeholt und geprüft werden. In den Niederlanden hatte es zuletzt bei Protesten gegen die Ausgangssperre schwere Ausschreitungen gegeben.

Sarah Cames