Letztes Update:
20210129160810

Britische Variante in Rheinland-Pfalz nachgewiesen

14:39
29.01.2021
Auch in Rheinland-Pfalz sind Corona-Fälle nachgewiesen worden, die von einer Mutation des Erregers ausgelöst wurden. Sieben Fälle der britischen Variante entdeckte der Laborbetreiber Bioscientia aus Ingelheim (Kreis Mainz-Bingen) bislang, wie Pressesprecher Hendrik Borucki am Freitag auf Anfrage mitteilte. Die südafrikanische und die brasilianische Virus-Mutation sind demnach noch nicht gefunden worden.

Teddy Jaans

EU-Staaten einigen sich auf striktere Reiseregeln in Europa

13:38
29.01.2021
Die EU-Staaten haben sich auf Empfehlungen für verschärfte Regeln beim Reisen innerhalb der Europäischen Union geeinigt - hinter den deutschen Vorstellungen bleiben sie jedoch zurück. Die Einigung der Botschafter der 27 EU-Staaten vom Freitag betrifft die Einreise aus Gebieten mit sehr vielen Corona-Infektionen oder hoher Verbreitung neuer Virusvarianten. Auf neue Regeln für die Einreise von außerhalb der EU verständigten sich die Staaten zunächst nicht.

Die Empfehlungen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, sehen nun vor, dass die bereits bestehenden Corona-Ampel-Karte der EU-Gesundheitsagentur ECDC um eine weitere „dunkelrote“ Kategorie ergänzt wird. Diese gilt für Hochrisikogebiete mit mehr als 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen zwei Wochen. Schon jetzt sind auf der Karte je nach Infektionsgeschehen Regionen grün, orange oder rot markiert - zuletzt war fast die komplette EU rot.

Reisende aus dunkelroten Regionen sollen sich künftig schon vor der Abreise einem Corona-Test unterziehen und bei der Ankunft isolieren müssen. Das gleiche soll für Regionen gelten, in denen neue Virusvarianten verbreitet sind. Luxemburg gilt laut Daten des deutschen Robert-Koch-Instituts derzeit weder als Virusvarianten-Gebiet, noch als Hochinzidenzgebiet.

Ausnahmen sind zum Teil für Beschäftigte im Verkehrswesen vorgesehen. Auch sollten Grenzpendler von den Vorgaben ausgenommen werden - vor allem, wenn sie wichtige Funktionen ausüben. Dies könnte etwa ein Job im Gesundheitswesen sein. Falls doch an der Testpflicht festgehalten werde, solle die Frequenz der Tests angemessen sein. Sollte die Infektionslage auf beiden Seite der Grenze ähnlich sein, solle auf derlei Test-Anforderungen verzichtet werden. Betont wird zudem, dass es keine pauschalen Einreiseverbote, Grenzschließungen oder Flugverbote geben solle.

Jeff Wiltzius