Portugal kam lange vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie. Seit Herbst wird die Lage aber immer schlechter. Nach Angaben der EU-Agentur ECDC steckten sich zuletzt binnen 14 Tagen 1.215 Menschen je 100.000 Einwohner an – fast vier Mal so viele wie in Luxemburg. Schlechtere Zahlen haben in der EU nur Irland und Tschechien. Deutschland stuft Portugal daher seit Freitag als "Hochrisikogebiet" ein.
Seit einer Woche gilt in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern ein harter Lockdown. Am Freitag wurden auch noch Kitas, Schulen und Universitäten für zwei Wochen geschlossen. Mitten in der Krise sind die Portugiesen morgen, Sonntag, zur Wahl eines Präsidenten für die kommenden fünf Jahre aufgerufen.