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Biden will Corona-Impfungen in den USA beschleunigen

15:52
16.01.2021
(dpa) - Angesichts einer dramatischen Ausbreitung des Coronavirus in den Vereinigten Staaten will der künftige US-Präsident Joe Biden das Tempo der Corona-Impfungen im Land deutlich erhöhen. Biden kündigte am Freitag (Ortszeit) in Wilmington im Bundesstaat Delaware ein Bündel an Aktionen an, mit dem er bestehende Probleme und Verzögerungen bei der Impfkampagne in den USA überwinden will.

Unter anderem soll die US-Katastrophenschutzbehörde Fema beim Aufbau von Impfzentren helfen. Mobile Impfstationen sollen in entlegene Gebiete geschickt werden. Biden will auch die Apotheken im Land einspannen, um ebenfalls Impfungen zu verabreichen. Außerdem will der Demokrat erreichen, dass schon jetzt weitere Bevölkerungsgruppen geimpft werden und die geltende Priorisierung gelockert wird.

Weltweit hat die Zahl der Menschen, die nach einer Corona-Infektion gestorben sind, gerade erst die Zwei-Millionen-Grenze überschritten. Mehr als 93 Millionen Infektionen wurden rund um den Globus bislang gemeldet. In absoluten Zahlen sind die USA das Land, das am schwersten von der Pandemie getroffen ist. In den Vereinigten Staaten mit seinen rund 330 Millionen Einwohnern wurden bislang mehr als 23 Millionen Infektionen mit dem Virus registriert. Mehr als 392 000 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus bereits gestorben. Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Todesfälle brach zuletzt immer neue Rekorde - am vergangenen Dienstag waren es mehr als 4400.

Biden nannte die Zahlen niederschmetternd. „Wir sind im Krieg mit diesem Virus“, sagte er. Der Demokrat hat unter anderem als Ziel ausgerufen, dass bis zum Ende seiner ersten 100 Tage im Amt mindestens 100 Millionen Impfdosen verabreicht sein sollen. Am kommenden Mittwoch wird er als Präsident vereidigt.

Bislang kommen die Impfungen in den USA nur schleppend voran. Nach Angaben der US-Regierung von Freitag wurden bisher gut 30 Millionen Impfdosen im Land verteilt. Nach einer Aufstellung der „New York Times“ wurden aber nur gut zwölf Millionen Impfdosen verabreicht.

LW-Springer