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Belgien beginnt mit großflächiger Impfkampagne

19:37
05.01.2021
Nach einwöchigem Testlauf beginnt Belgien nun großflächig mit Impfungen gegen das Corona-Virus. Jede Woche sollen rund 87.000 Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer an Menschen im Land verabreicht werden, wie die Nachrichtenagentur Belga am Dienstag berichtete. Demnach sollen zunächst Mitarbeiter und Bewohner von Pflegeheimen geimpft werden.

Insgesamt könnten bis Ende Januar oder Anfang Februar 150.000 bis 200.000 Betroffene Impfschutz erhalten. Anschließend sollen Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen an der Reihe sein. Bislang sind in Belgien während der einwöchigen Testphase nur rund 700 Freiwillige in einigen Pflegeheimen geimpft worden.

Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke drückt aufs Tempo. Zusammen mit Premierminister Alexander De Croo forderte er die zuständige Arbeitsgruppe dazu auf, bis nächste Woche einen beschleunigten Impfplan vorzulegen, wie Belga berichtete. Nach einem „vorsichtigen Start“ müsse die Impfkampagne an Dynamik gewinnen. Mehrere Abgeordnete der Opposition hatten zuvor kritisiert, dass Belgien bei den Impfungen hinterherhinke.  Das Land hatte eine Impfquote von 70 Prozent als Ziel festgelegt. Die Impfungen sollen für die Menschen kostenlos und freiwillig sein.

Sarah Cames

China blockiert WHO-Experten in letzter Minute

19:33
05.01.2021
China hat in letzter Minute die Einreise von Experten verhindert, die im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ursprünge des Corona-Virus erkunden sollen. „Ich bin sehr enttäuscht über diese Nachricht“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf in einer ungewöhnlich deutlichen Kritik an China.

Zwei Experten hätten die Reise am Dienstag schon angetreten gehabt, zwei weitere hätten ihre Abreise in letzter Minute stoppen müssen, sagte Tedros. Entgegen den Absprachen habe Peking kurzfristig mitgeteilt, dass die nötigen Einreisepapiere noch nicht vorlägen. Die Behörden hatten versichert, dass die Papiere nun zügig bereitgestellt würden.

Die WHO verhandelt seit Monaten mit China über diese Expertenmission. Die Diskussionen kamen nur zäh voran. Jeder einzelne Experte muss von chinesischer Seite abgesegnet werden, bevor das Team die Arbeit aufnehmen kann. Die Experten wollen unter anderem in die zentralchinesische Metropole Wuhan reisen, wo das Virus im Umfeld eines Marktes zuerst nachgewiesen worden war.

Chinesische Behörden streuen seit Monaten Zweifel daran, dass das Virus überhaupt aus China stammt. Staatsmedien verwiesen auf unbestätigte Berichte, dass es mögliche Sars-CoV-2-Infektionen vor der Entdeckung der ersten Fälle Anfang Dezember 2019 in Wuhan schon in anderen Ländern gab.

Sarah Cames