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20210102152431

Kommissarin verteidigt Corona-Impfstoffstrategie der EU

14:44
02.01.2021
EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat die Beschaffung von Corona-Impfstoff in der Europäischen Union verteidigt. „Das Nadelöhr ist derzeit nicht die Zahl der Bestellungen, sondern der weltweite Engpass an Produktionskapazitäten“, sagte Kyriakides am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. „Das gilt auch für Biontech.“ Zugleich versprach Kyriakides schrittweise Verbesserungen bei der Impfstoff-Versorgung.

Sie begegnete damit Kritik, die Kommission habe zu wenig des Impfstoffs von Biontech und dessen US-Partner Pfizer bestellt, der derzeit als einziger eine EU-Zulassung hat. Kyriakides versicherte, man habe die Verhandlungen mit Biontech früh aufgenommen und der Firma mit 100 Millionen Euro beim Aufbau der jetzigen Produktionskapazitäten geholfen. Dafür habe die Kommission die Zusage für insgesamt 300 Millionen Dosen Impfstoff erhalten. 

Teddy Jaans

Über 800.000 Menschen in Russland geimpft

14:42
02.01.2021
Mehr als 800 000 Menschen sind in Russland bislang gegen das Coronavirus geimpft worden. Insgesamt seien 1,5 Millionen Dosen des Impfstoffs „Sputnik V“ in die verschiedenen Regionen des Landes geliefert worden, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko am Samstag der Agentur Tass zufolge. Damit sind deutlich weniger Impfdosen im Umlauf als ursprünglich angekündigt: Zum Start der Massenimpfungen vor wenigen Wochen hatte Kremlchef Wladimir Putin noch alleine für Dezember mit rund zwei Millionen Dosen gerechnet. Doch Russland mit seinen 146 Millionen Einwohnern hat Probleme, das Vakzin in großen Mengen zu produzieren.

Seit dem 1. Januar könnten gegen Corona geimpfte Russen nun außerdem einen entsprechenden Vermerk in einem staatlichen Internetportal anlegen lassen, sagte Muraschko. Welche Vorteile ein solcher digitaler Impfpass haben könnte, blieb weiter unklar. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte Geimpften in der vergangenen Woche etwa Erleichterungen bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Aussicht gestellt.

„Sputnik V“ war Mitte August freigegeben worden. Weil noch keine unabhängigen Studien bekannt sind, hatte das auch Kritik ausgelöst. Großangelegte Impfungen mit dem vom staatlichen Gamaleja-Institut entwickelten Vakzin laufen seit Anfang Dezember. 

Teddy Jaans

Rheinland-Pfalz: 544 neue Infektionen, 13 Todesfälle

11:40
02.01.2021
Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen ist in Rheinland-Pfalz innerhalb eines Tages um 544 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie wurden damit insgesamt 73.921 Fälle registriert, wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Samstag mitteilte. Die Zahl der gemeldeten Patienten, die im Zusammenhang mit der Virusinfektion starben, stieg binnen 24 Stunden um 13 auf 1466 (Stand 11.10 Uhr). Aktuell sind laut Ministerium 18.364 Rheinland-Pfälzer mit Sars-CoV-2 infiziert. Wegen des Wochenendes seien allerdings nicht von allen Gesundheitsämtern Daten gemeldet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen - lag landesweit bei 118,6. 

Die Zahl der Corona-Impfungen liegt mittlerweile über 5000. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden bis zum 1. Januar (Stand 12.30 Uhr) 5112 Dosen des Impfstoffes verabreicht.

Tom Rüdell