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20201229220911

Biden schwört US-Bürger auf schwierige Monate ein

20:28
29.12.2020
Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner auf die möglicherweise schwierigste Phase in der Corona-Pandemie eingeschworen. „Die nächsten paar Wochen und Monate werden sehr hart sein, eine sehr harte Phase für unsere Nation. Vielleicht die härteste in der ganzen Pandemie“, sagte Biden am Dienstag in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. „Ich weiß, es ist schwer, das zu hören, aber es ist die Wahrheit.“

Biden versprach den Amerikanern, nach seinem Amtsantritt am 20. Januar seine Befugnisse zu nutzen, um die Herstellung von Impfstoffen und Schutzausrüstung zu beschleunigen. Seine Regierung habe das Ziel, sicherzustellen, dass in ihren ersten 100 Tagen 100 Millionen Impfungen verabreicht würden. „Wenn der Kongress die Mittel bereitstellt, könnten wir dieses unglaubliche Ziel erreichen“, sagte Biden. Der Regierung von Amtsinhaber Donald Trump warf er vor, dass ihr Impf-Zeitplan in Verzug gerate.

Jörg Tschürtz

Frankreich: Couvre-feu im Grand Est soll verschärft werden

19:11
29.12.2020
Frankreich will wegen steigender Corona-Zahlen eine Verschärfung der abendlichen Ausgangssperren in besonders betroffenen Gebieten. Man werde dort für Anfang Januar eine Ausgangssperre ab 18 Uhr vorschlagen, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran am Dienstagabend im TV-Sender France 2 an. Derzeit gilt landesweit eine solche Ausgangssperre - in Frankreich couvre-feu genannt - ab 20 Uhr. Die Menschen dürfen dann nur mit triftigem Grund das Haus verlassen - einfache Spaziergänge, einkaufen oder Sport gehören nicht dazu.

Besonders ernst sei die Lage derzeit in der an Luxemburg grenzenden Region Grand-Est, in der Region Auvergne-Rhône-Alpes und in den Gebieten Franche-Comté und Alpes-Maritimes, sagte der Minister. Neue landesweite Ausgangsbeschränkungen seien aktuell nicht vorgesehen. „Wir befinden uns seit drei Wochen auf einem Plateau, mit etwa 15.000 Neuinfektionen pro Tag.“ Es gebe im Land erhebliche regionale Unterschiede - so sei der Osten stärker betroffen als der Westen.

Der wissenschaftliche Rat warnte in einer Analyse der vergangenen Woche, die am Dienstag veröffentlicht wurde, vor einem „unkontrollierten Wiederaufflammen der Epidemie im Januar“. Véran machte wenig Hoffnung, dass am 7. Januar Museen, Kinos und Theater wieder öffnen können. Es sei derzeit schwierig, alle Beschränkungen aufzuheben. Man müsse Anfang Januar schauen, wie sich die Lage entwickle. Eigentlich ist für den 20. Januar auch die Öffnung der Restaurants und Bars vorgesehen - das erscheint momentan ebenfalls unwahrscheinlich.
 

Jörg Tschürtz