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20201221122618

Deutschland ruft dringend zu Kontaktvermeidung über Weihnachten auf

12:22
21.12.2020
Die deutsche Regierung hat angesichts weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen erneut eindringlich dazu aufgerufen, über Weihnachten auf Kontakte zu verzichten.

„Vermeiden Sie zu reisen. Vermeiden Sie, so es irgendwie geht, auch den Besuch bei Verwandten und Freunden“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer, am Montag in Berlin. „Wenn Weihnachten nicht zu einer weiteren Verschlimmerung der Lage beitragen soll, dann gilt, dass wir am besten alle zu Hause bleiben.“ Nach wie vor steckten sich viel zu viele Menschen an. Große Vorsicht und Umsicht seien weiter geboten.

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) - die Bundesbehörde für Infektionskrankheiten - am Montag bekannt gab, wurden 16.643 neue Infektionsfälle binnen eines Tages gemeldet - am Montag vergangener Woche waren es 16.362 gewesen. Die Zahlen sind generell zu Wochenbeginn meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Gesundheitsämter meldeten zudem jetzt 226 neue Todesfälle in 24 Stunden.

Landesweit gibt es nun 197 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - Regierung und Bundesländer wollen diesen Wert mit einem Lockdown auf unter 50 drücken.

Sarah Cames

CSJ fordert von Regierung härteres Durchgreifen

10:52
21.12.2020
Um die steigenden Corona-Zahlen in den Griff zu bekommen, fordert die CSJ - die Jugendorganisation der CSV -die Regierung zu strengeren Maßnahmen auf.

So soll für den Monat Januar das Homeschooling, abgesehen vom ersten und zweiten Schuljahr, wieder eingeführt werden. Die Geschäfte sollen bis auf Weiteres geschlossen und erst mit strengeren Hygienekonzepten öffnen dürfen. Auch müssten die Maßnahmen auf europäischer Ebene abgesprochen und besser koordiniert werden. Zudem sollen laut CSJ die Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgefordert werden, wieder verstärkt auf das Homeoffice zurückzugreifen.

"Die Regierung wollte in dieser zweiten Welle einen Mittelweg gehen, keine harten und unpopuläre Maßnahmen ergreifen und vor allem den Kommerz nicht weiter vor den Kopf stoßen. Eine Linie, welche gut zum Rest der Regierungspolitik von Premier Xavier Bettel passt. (...) Eine Strategie, die als gescheitert erklärt werden muss" - heißt es weiter.

Jeff Wiltzius