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Österreich verlängert Kurzarbeitsmodell bis März 2021

11:37
29.07.2020
Österreich verlängert sein Corona-Kurzarbeitsmodell in etwas veränderter Form um weitere sechs Monate bis Ende März 2021. Das kündigte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch in Wien an.

Die Kriterien für den Bezug der Kurzarbeit werden präziser gefasst. Außerdem muss im Regelfall der Beschäftigte zumindest 30 Prozent - bisher waren es im Regelfall zehn Prozent - der Arbeitszeit vor der Kurzarbeit tätig sein. Abhängig von der Höhe des Einkommens können Betroffene weiterhin mit 80 bis 90 Prozent des letzten Gehalts rechnen.

In Spitzenzeiten waren in Österreich 1,3 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Zuletzt betrug ihre Zahl 447 000. Wegen des äußerst schwierigen Exportgeschäfts drohe in der Industrie, die aktuell noch alte Aufträge abarbeite, im Herbst und Winter eine besonders schwierige Lage.

dpa

Erstmals mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen in Japan

11:36
29.07.2020
Japan hat erstmals mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Insgesamt 1002 neue Infektionsfälle binnen 24 Stunden seien bestätigt worden, wie der japanische Fernsehsender NHK am Mittwoch berichtete.

Nachdem bisher vor allem die Hauptstadt Tokio einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen verzeichnete, erleben nun auch andere große Metropolen wie Osaka oder auch die Präfektur Aichi wieder Rekordzuwächse bei Corona-Fällen. So meldete Osaka 221 Neuinfektionen, nach 155 am Vortag. Aichi meldete 167 neue Fälle und damit die bisher höchste Zahl an Neuinfektionen binnen eines Tages.

Die Zahl der registrierten Neuinfizierten in Tokio war nach der Aufhebung des landesweiten Notstandes am 25. Mai wieder gestiegen. Am Mittwoch waren es 250. Damit hat Tokio bisher 11 861 Corona-Infektionen bestätigt, rund die Hälfte davon allein diesem Monat. Die Stadtregierung gab deswegen kürzlich die höchste Warnstufe aus.

Japan hatte den Notstand aufgehoben, da die Krise so gut wie unter Kontrolle gebracht worden sei, hieß es damals. Die wieder steigende Zahl der Fälle schürt die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle.

Ungeachtet dessen startete die Zentralregierung kürzlich eine Förderkampagne zur Ankurbelung der schwer getroffenen Tourismusindustrie, von der Tokio allerdings ausgenommen wurde. Die Regierung will, dass die Bevölkerung wieder im eigenen Land reist und dabei Geld ausgibt, damit die Wirtschaft wieder angekurbelt wird. Japan will im Sommer nächsten Jahres in Tokio die wegen der Pandemie um ein Jahr verschobenen Olympischen Sommerspiele ausrichten.

dpa