Letztes Update:
20201215170157

349 Neuinfektionen, acht weitere Todesfälle

16:21
15.12.2020
Wie die Santé am Dienstag mitteilt, lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Luxemburg am Vortag bei 349. Insgesamt haben sich stand Dienstag seit Beginn der Pandemie im Großherzogtum 42.250 Personen mit dem Virus angesteckt. Am Montag wurden laut dem Gesundheitsamt 11.201 Corona-Tests durchgeführt. 

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 stieg erneut um acht. Insgesamt sind damit bisher 418 Menschen mit dem Virus gestorben. Am Montag befanden sich 238 Personen zur Behandlung im Krankenhaus, wovon 48 Patienten auf der Intensivstation lagen.

Am ersten Tag der neuen Woche wurden in Luxemburg 8346 aktive Infektionen gezählt. 33.486 Personen gelten wieder als genesen. Die Reproduktionszahl lag bei 0,97. Ein Wert unter 1 bedeutet, dass eine Person im Schnitt etwas weniger als eine weitere Person ansteckt und die Ausbreitung des Virus tendenziell abnimmt. Der Prozentsatz der positiven Testergebnisse lag am Montag im Verhältnis zu den durchgeführten Tests bei 3,12 Prozent.  

Sarah Cames

Corona-Kommission: Schweden hat bei Schutz von Älteren versagt

15:56
15.12.2020
Schweden hat es nach Angaben einer eingesetzten Corona-Kommission nicht geschafft, seine älteren Mitbürger vor dem Corona-Virus zu schützen. Länger bekannte strukturelle Probleme sowie mehrere Faktoren wie der Mangel an geeigneter Schutzausrüstung und die späte Einführung umfassender Tests hätten dazu beigetragen, dass die Altenpflege schlecht vorbereitet und schlecht ausgerüstet zur Handhabe einer Pandemie gewesen sei, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Kommissionsbericht. „Die Strategie zum Schutz der Älteren ist gescheitert“, urteilte die Kommission. Die Angestellten in der Altenpflege seien in der Krisensituation großteils alleine gelassen worden. Die Verantwortung für die Versäumnisse liegt der Kommission zufolge letztlich bei der amtierenden Regierung und den Vorgängerregierungen.

Eine in dem Teilbericht hervorgehobene Schwäche war die Aufsplitterung der Altenpflege. Diese ist in Schweden in 21 Regionen und 290 Kommunen aufgeteilt. Auch viele private Anbieter mischen mit, während die nationale Verantwortung von staatlichen Regierungsbehörden getragen wird. Schweden hat in der Corona-Krise eine spezielle Strategie mit weniger strikten Maßnahmen verfolgt. Bislang wurden mehr als 340.000 bestätigte Corona-Infektionen sowie 7667 damit in Verbindung stehende Todesfälle verzeichnet. Auf die Bevölkerung heruntergerechnet hat das Land mit rund zehn Millionen Einwohnern damit deutlich mehr Infektionen und Todesfälle gehabt als Deutschland oder der Rest Skandinaviens. Der Großteil der Corona-Toten war 70 Jahre und älter.

Die Corona-Kommission wurde Ende Juni von der schwedischen Regierung eingesetzt. Der Bericht von Dienstag war der erste Teilbericht zur Pandemie. Ihren Abschlussbericht soll sie am 28. Februar 2022 vorlegen - sieben Monate vor der nächsten schwedischen Parlamentswahl.

Sarah Cames