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CHL-Generaldirektor Romain Nati: "Situation angespannt wie nie"

06:57
14.12.2020
CHL-Generaldirektor Romain Nati: "Situation angespannt wie nie"
Die Corona-Pandemie gönnt den Krankenhäusern weiterhin keine Atempause. Die Situation sei diese Woche "so angespannt wie noch nie", sagt der Generaldirektor des Centre hospitalier de Luxembourg (CHL), Romain Nati, in einem Interview mit der Zeitung "Le Quotidien" (Montagsausgabe).

Aktuell werden 53 Covid-Patienten im CHL versorgt. Dies sei zwar weniger als zum Höhepunkt der Krise. "Aber auf der Intensivstation wird es immer brenzliger. Anfang der Woche waren im CHL Centre 19 Covid-Patienten intubiert, obwohl unser Service de réanimation normalerweise nur für 18 ausgelegt ist. Das gab es in der Geschichte des CHL noch nie."

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Luxemburg sinke nur langsam. "Wenn wir die Zahlen nicht nachhaltig senken können, wird der Zugang zur medizinischen Versorgung in Luxemburg früher oder später in Gefahr geraten."

Die zweite Welle sei heftiger – und tödlicher – als die erste. Das Virus habe sich seit dem Frühjahr nicht verändert. "Allerdings wird es heute nicht mehr so ernst genommen wie während der ersten Welle, als die gesamte Bevölkerung unter Schock stand."

Im Hinblick auf die kommenden Feiertage meinte Nati: "Die Wachsamkeit darf auf keinen Fall nachlassen, da das Virus keine Pause macht." Die Regel, dass nur zwei Personen aus einem Haushalt zuhause empfangen werden dürfen, müsse vom 15. Dezember bis 15. Januar und ohne Unterbrechung gelten.

Lesen Sie dazu auch die Reportage von wort.lu über die "Unité 33" des CHL, wo Covid-Kranke intensivmedizinisch betreut werden. 

LW-Springer