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20201208125345

Nationale Ethikkommission: Pflegende zuerst impfen

12:31
08.12.2020
Julie-Suzanne Bausch, Präsidentin der Nationalen Ethikkommission: „Die Krankheit gibt uns den Weg vor: Die, die an der Front stehen sollten als erstes geimpft werden, schlagen wir vor. Weil sie die Alten und Vulnerablen schützen und weil sie keine Wahl haben. Sie müssen dorthin gehen, sie müssen am nahesten an die Krankheit heran, weil es ihr Beruf ist. Es sind auch weniger Personen als die Alten und Vulnerablen, sodass keiner diskriminiert werden muss.“ 

Sarah Cames

Eurozone erholt sich nicht ganz so stark von Corona-Einbruch

10:52
08.12.2020
Die Wirtschaft der Eurozone hat sich im Sommer geringfügig schwächer von dem schweren Corona-Einbruch im Frühjahr erholt als bisher bekannt. Die Wirtschaftsleistung (BIP) lag im dritten Quartal 12,5 Prozent höher als im Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg nach einer dritten Schätzung mitteilte. Eine vorherige Berechnung hatte einen Zuwachs von 12,6 Prozent ergeben.

Trotz der leichten Korrektur ist der Wachstumsschub der stärkste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1995. Allerdings folgt das Wachstum auf einen drastischen Einbruch im Frühjahr um 11,7 Prozent. In dieser Zeit wurden einschneidende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus ergriffen, die die Wirtschaft extrem belastet haben. In der Europäischen Union fällt die Entwicklung seit dem Frühjahr ähnlich aus.

Trotz des starken Wachstums im Sommer ist der Corona-Einbruch noch nicht wettgemacht. Zum Vorjahresquartal liegt das BIP in der Eurozone immer noch 4,3 Prozent niedriger, verglichen mit Ende 2019 sind es 4,4 Prozent weniger. Die Wirtschaftsleistung liege in etwa so hoch wie Anfang des Jahres 2017, erklärte Eurostat. Das zeigt, wie schwer die Corona-Beschränkungen die Konjunktur getroffen haben.

Zuletzt haben sich die Konjunkturaussichten wieder eingetrübt, da viele Staaten neue Corona-Maßnahmen beschlossen haben. Ökonomen halten es für möglich, dass die Euroraum-Wirtschaft im vierten Quartal erneut schrumpft, allerdings bei weitem nicht so stark wie im Frühjahr.

Sarah Cames