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20201207152739

Rheinland-Pfalz: Polizei begleitet Corona-Impfstoff zu Impfzentren

13:01
07.12.2020
Die Polizei wird den Transport des Corona-Impfstoffs quer durch Rheinland-Pfalz zu den 30 Impfzentren im Land begleiteten. Dabei werde die Landes-, aber auch Bundespolizei im Einsatz sein, kündigte der Chef des Landeskriminalamts (LKA), Johannes Kunz, am Montag in Mainz an. Die Landespolizei werde auch die „technische Sicherheit“ der einzelnen Impfzentren unterstützen und den Mitarbeitern Verhaltensempfehlungen geben.

Wenn der Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer in Deutschland zugelassen ist, wird er vom Bund an die Länder verteilt. Lastwagen bringen das Präparat dann von einer zentralen Stelle zu den Impfzentren im ganzen Bundesland. Mit einer Entscheidung der die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema über die Zulassung wird spätestens am 29. Dezember gerechnet.

Die Sicherheitsbehörden arbeiten auch mit der Unternehmensleitung von Biontech eng zusammen, um unterschiedliche strafrechtliche Vorfälle wie etwa Cybercrime-Angriffe zu verhindern. „Die Kooperationsbereitschaft der Firmen-Inhaber ist sehr gut“, sagte Kunz.

LW-Springer

Großbritannien bereitet sich auf erste Corona-Impfungen vor

11:32
07.12.2020
In Großbritannien sollen an diesem Dienstag die ersten Menschen gegen Corona geimpft werden. Vor dem Start laufen die Vorbereitungen in mehreren Dutzend Krankenhäusern auf Hochtouren. Am Wochenende kamen - unter anderem in einem Krankenhaus im Süden von London - Boxen mit den ersten Impfdosen an. Das Vakzin von Biontech und Pfizer stellt die Behörden vor eine logistische Herausforderung, da es bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden muss. Die britische Regierung will das in Belgien produzierte Präparat notfalls mit Militärflugzeugen einfliegen, damit es nicht im befürchteten Brexit-Verkehrschaos stecken bleibt.

Ab Dienstag - vom britischen Gesundheitsminister bereits euphorisch als „V-Day“ (V für „Vaccination“, auf deutsch: „Impfung“) bezeichnet - sollen zunächst Über-80-Jährige, Mitarbeiter in Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal geimpft werden. Geimpfte erhalten eine Impfkarte als Nachweis, die gleichzeitig als Erinnerung an den zweiten Impftermin rund drei Wochen nach dem ersten erinnern soll.

Für den Großteil der Bevölkerung werde es jedoch noch weit bis ins neue Jahr dauern, bis sie geimpft werden könne, hieß es vom nationalen Gesundheitsdienst NHS. Größere Impfzentren - etwa in Fußballstadien - sollen erst eröffnet werden, wenn größere Mengen des Impfstoffs zur Verfügung stehen. Das Impfprogramm werde „ein Marathon, kein Sprint“, sagte NHS-Chef Stephen Powis. Der medizinische Regierungsberater Chris Whitty begrüßte den Beginn des Programms und sagte, es fühle sich an „wie der Anfang vom Ende“.

Großbritannien war in der vergangenen Woche vorgeprescht und hatte als erstes Land per Notfallzulassung dem Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Pharmakonzerns Pfizer eine Freigabe erteilt. Insgesamt hat das Land 40 Millionen Dosen des Vakzins bestellt - also genug für 20 Millionen Briten, das entspricht etwas weniger als einem Drittel der Bevölkerung.  Von der Europäische Arzneimittel-Agentur Ema wird die wichtige Entscheidung über eine Zulassung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs ebenfalls noch im Dezember erwartet.

Sarah Cames