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Frankreich: Debatte über Wiederöffnung der Universitäten

09:37
05.12.2020
In Frankreich könnten ab Januar wieder Präsenzkurse an den Universitäten stattfinden. Die Regierung werde "alles versuchen", um Tutorien und Kurse in Hörsälen mit halber Teilnehmerzahl ab Anfang Januar wieder zu ermöglichen, erklärte Emmanuel Macron in einem Interview mit der Online-Nachrichtenseite Brut. Dies sei jedoch abhängig von der Entwicklung bei den Corona-Infektionen. Macron hatte in der Vorwoche eine Schwelle von landesweit unter 5.000 täglichen Neuinfektionen als Ziel genannt.

"Es besteht der Wille, die Kurse schrittweise ab Anfang Januar wieder auf Präsenzunterricht umzustellen, sofern die sanitäre Lage dies erlaubt", bestätigte Gilles Roussel, Präsident der Conférence des présidents d'université (CPU). Am Donnerstag hatte Regierungschef Jean Castex mit Vertretern der Universitäten über das Thema gesprochen.

Der Präsenzunterricht an den französischen Universitäten und den "grandes écoles" war Ende Oktober aufgrund der Covid-Pandemie vorübergehend eingestellt worden. Eine Wiederöffnung der Universitäten war ursprünglich erst für Anfang Februar geplant.

Jörg Tschürtz

Deutschland: Corona-Regeln für Weihnachten werfen Fragen auf

08:55
05.12.2020
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) wegen der Corona-Pandemie „große Zurückhaltung“ im Umgang miteinander zu Weihnachten und zu Silvester für geboten. „Die Bürger und Bürgerinnen bleiben aufgerufen, die AHA-Regeln weiter konsequent einzuhalten und auch über den Jahreswechsel die Kontakte mit anderen auf das Notwendigste zu reduzieren“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Samstag). AHA steht für „Abstand, Hygiene, Alltagsmaske“.

„Wie genau die Regelungen für Weihnachten aussehen werden, werden wir in der kommenden Woche entscheiden“, sagte Dreyer mit Blick auf die exakte Ausgestaltung im Land. Um die Virus-Ausbreitung einzudämmen, hatten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten am Mittwoch beschlossen, den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown in Deutschland mit Schließungen zahlreicher Einrichtungen bis zum 10. Januar 2021 zu verlängern.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland verharrt auf hohem Niveau und befeuert damit die Debatte um die richtige Strategie zur Pandemie-Bekämpfung. Bund und Länder hatten in der vergangenen Woche grundsätzlich vereinbart, bei Familientreffen vom 23. Dezember bis 1. Januar zehn Personen plus Kinder bis 14 Jahren zuzulassen. Einige Bundesländer kündigten aber schon an, auf diese Lockerung zu verzichten oder zumindest den Zeitraum dafür zu verkürzen.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sprach sich für schärfere Corona-Regeln an Silvester aus.
„Eines ist doch klar: Wir dürfen kein Risiko eingehen, auch nicht an Silvester“, sagte der CDU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ (Samstag). „Deshalb sollten wir – wenn sich die Zahlen weiter auf so hohem Niveau befinden – auf Nummer sicher gehen und vor Silvester wieder zu den jetzigen strengen Corona-Regelungen zurückkehren.“

Jörg Tschürtz