"Wir mussten einsehen, dass wenn ein kleines Rädchen nicht mehr mitspielt, die ganze Funktionsweise unseres Systems in Gefahr ist" so Vizepremier François Bausch in Bezug auf die Pandemie am Samstag gegenüber RTL. Die Regierung mache derzeit eine Gratwanderung zwischen dem Schutz der Menschen und dem Aufrechterhalten der Wirtschaft.
Fehler müssten erlaubt sein, in der Krise müsse man auch mal zurückrudern können, so Bausch, der sich für klare Ansagen an die Menschen aussprach. Angst sei ein schlechter Berater in diesen Zeiten, so der Minister, der betonte, dass man als Regierung die notwendigen Maßnahmen gemeinsam trage.
Bausch versteht, dass die Menschen sich mit den Einschränkungen schwer tun, "schließlich leben die Menschen von und mit ihren sozialen Kontakten.
Auf das Infektionsrisiko im öffentlichen Transport angesprochen, relativierte der Minister. "Wir haben schon vor der Kritik an überfüllten Bussen reagiert und mir ist nicht bekannt, dass der öffentliche Transport als besonderer Risikofaktor eingestuft werden müsse." Dennoch gesteht er ein, dass man auch nur so viele Busse einsetzen kann, wie man deren hat.
Immerhin sieht der Politiker auch Chancen in der Pandemie."Wenn man die jetzt bereitgestellten Gelder zum wirtschaftlichen Wiederaufbau sinnvoll und nachhaltig einsetzt, haben wir die Möglichkeit, die Gesellschaft so umzubauen, dass sie krisenfester wird und gleichzeitig können wir die Klimakrise bekämpfen, die parallel zur Pandemie weiterhin ein Sorgenkind bleibt."