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Zahl der Neuinfektionen in Israel wieder über 1.000

07:21
26.11.2020
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Israel erstmals seit mehr als vier Wochen wieder die Marke von 1.000 überstiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1.069 neue Fälle registriert. Mehr Neuinfektionen an einem Tag waren zuletzt am 21. Oktober mit 1.172 vermeldet worden. Die Zahl der in dem Mittelmeerland gemachten Tests war mit knapp 60.000 allerdings sehr hoch, die Quote der positiven Tests lag mit 1,8 Prozent weiter auf dem Niveau der vorherigen Tage.

In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land verlief die Pandemie im Frühjahr vergleichsweise milde, auch wegen strikter Maßnahmen der Regierung.

Teddy Jaans

Pierre Matgé Prof. Claude Muller.
Foto: Lex Kleren Prof. Markus Ollert.

Ollert: "Werde mich impfen lassen"

06:47
26.11.2020
Professor Markus Ollert, Direktor der Abteilung Infektion und Immunität am Luxembourg Institute of Health will sich impfen lassen, wenn ein geeigneter Stoff verfügbar ist. Er hat an und für sich keine Bedenken, dass die Vakzine Mitte Dezember die Zulassung erhalten. Die Substanzen seien in Rekordzeit entwickelt worden, was möglich gewesen sei, weil mehrere Firmen bereits vor Covid an neuen Technologien gearbeitet hätten. Zudem habe die Tatsache, dass große Mittel bereitgestellt wurden, die Entwicklung beschleunigt.

Auch der Virolog Professor Claude Muller vom Luxembourg Insitute of Health, der am Donnerstagmorgen bei RTL zu Gast war, beantwortete die Frage, ob er sich impfen lassen würde, ohne Zögern mit "Absolut." Sobald ein Impfstoff die europäische Zulassung habe, sei er sicher.  Mit dem Impfstoff könne sich jeder selber schützen, so Muller. 

Bei den neuen Maßnahmen bemängelte er nicht die Regelungen an sich, sondern die fehlende Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen der Regierung. Es fehlten derzeit konkrete Daten, wo und unter welchen Umständen sich Menschen am häufigsten anstecken. 

In der Bevölkerung sei nun vor allem Disziplin gefordert. "Die Menschen verhalten sich antizyklisch." Wenn die Zahlen hoch sind, dann verhalten sie sich vorsichtig. Ist die Infektionslage entspannter, versuchten allerdings einige, von den gelockerten Maßnahmen zu profitieren, so Muller.

Teddy Jaans