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Umfrage: Junge EU-Bürger leiden finanziell besonders unter Corona

11:55
20.11.2020
Die Corona-Krise macht laut einer Umfrage besonders jungen Menschen in der EU finanziell zu schaffen. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der EU-Bürger und EU-Bürgerinnen zwischen 16 und 34 Jahren seien in finanzielle Schwierigkeiten geraten, heißt es in einer Umfrage, die das Europäische Parlament am Freitag veröffentlicht hat. Über alle Altersgruppen hinweg lag der Anteil bei 57 Prozent.

Fast zwei von fünf Befragten aller Altersgruppen (39 Prozent) gaben an, dass sich die Corona-Pandemie bereits auf ihr persönliches Einkommen ausgewirkt habe. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) erwartet künftige Einbußen. In Deutschland lagen die Werte niedriger (29 und 21 Prozent).

Dass EU-Gelder nur an Staaten fließen sollten, die über ein funktionierendes Rechtssystem verfügen und die europäischen demokratischen Werte achten - der Meinung sind den Angaben zufolge mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent).

Der Beschluss des europäischen Haushaltspakets ist derzeit blockiert,
nachdem Polen und Ungarn aus Protest gegen eine neue Regel zur Kürzung von EU-Geldern bei bestimmten Rechtsstaatsverstößen ihr Veto eingelegt hatten. Damit drohen Verzögerungen bei dem 1,8 Billionen Euro starken Paket, das auch Corona-Hilfen im Umfang von bis zu 750 Milliarden Euro umfasst.

Das Institut Kantar hatte im Auftrag des Europäischen Parlaments zwischen Ende September und Anfang Oktober mehr als 24.000 Menschen in den EU-Mitgliedstaaten hauptsächlich online befragt.

Sarah Cames

China: Knapp eine Million Menschen gegen Corona geimpft

11:45
20.11.2020
Der chinesische Pharmakonzern Sinopharm hat nach eigenen Angaben bereits annähernd eine Million Menschen gegen das Corona-Virus in China geimpft. Das ging aus einer Mitteilung hervor, die der Konzern am Freitag über den Nachrichtendienst Wechat verbreitete.

Über ein sogenanntes Notfallprogramm sei der Impfstoff schon fast bei einer Million Menschen genutzt worden, sagte Firmenchef Liu Jingzhen demnach in einem Interview. Es habe dabei keine Berichte von schwerwiegenden Nebenwirkungen gegeben, „nur wenige haben leichte Symptome“, sagte Liu Jingzhen.

In China berichten Staatsmedien bereits seit Wochen über Impfungen bestimmter Bevölkerungsgruppen - etwa von Militärangehörigen und Klinikpersonal, aber auch von Diplomaten und Angestellten von Staatskonzernen. Ihnen werden Impfstoff-Kandidaten verabreicht, für die die Prüfung in klinischen Studien nicht abgeschlossen ist.

Laut der Mitteilung hat Sinopharm mit seinen Impfstoffen bereits in zehn Ländern, darunter den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Ägypten, Jordanien, Peru und Argentinien, internationale klinische Phase-III-Studien durchgeführt.  

Sarah Cames