Gilles Evrard , Präsident der Association luxembourgeoise des enseignants pour professions de santé (Aleps), war am Dienstagmorgen bei RTL zu Gast und sprach dort über den "dramatischen" Notstand an Pflegekräften in Luxemburg. "Der Mangel im Pflegesektor nichts Neues, wir haben bereits über Jahre darauf aufmerksam gemacht", so Evrard. Vergangene Regierungen hätten es allerdings immer wieder verpasst, die Pflegeausbildung in Luxemburg zu fördern. "Die Pandemie hat aufgezeigt, was man über Jahre verpasst hat."
Aktuell hätten lediglich rund 30 Prozent der Angestellten im Pflegesektor die luxemburgische Nationalität. Der überwiegender Großteil der Angestelltem im medizinischen Sektor stammt aus dem Ausland. In Deutschland und Frankreich liege der ausländische Anteil hingegen nur im einstelligen Bereich, so Evrard. Der überdurchschnittlich hohe Prozentanteil der ausländischen Pflegekräfte in Luxemburg bedeute, dass das Großherzogtum echte Probleme hätte, sollten sie im Rahmen der Pandemie im Ausland gebraucht werden
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Von dem Kräftemangel seien derzeit alle Bereiche betroffen. Die neuen Ausbildungen, die in Luxemburg abgeschlossen werden, würden nicht ausreichen, um die Renten-bedingten Abgänge in den kommenden Jahren auszugleichen.
Evrard hat sich in der Ausbildung für einen Umstieg auf eine Bachelor-Karriere ausgesprochen, um den Beruf attraktiver zu machen. Bildungsminister Claude Meisch wolle jedoch am "brevet de technicien supérieur" festhalten.