Letztes Update:
20201117163103

Deutscher Krankenhauschef rechnet mit Rekord bei Intensivpatienten

06:13
02.11.2020
Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, rechnet angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infizierten mit einem Rekord bei den intensivmedizinisch-versorgten Patienten in Deutschland. Der "Bild" (Montag) sagte er: "In zwei bis drei Wochen werden wir die Höchstzahl der Intensivpatienten aus dem April übertreffen - und das können wir gar nicht mehr verhindern. Wer bei uns in drei Wochen ins Krankenhaus eingeliefert wird, ist heute schon infiziert." Das sei leider die realistische Prognose, sagte Gaß. Er kündigte zudem an, auch Pflegepersonal aus nicht-intensivmedizinischen Bereichen auf den Intensivstationen einzusetzen. "Das ist natürlich nicht optimal, aber in einer solchen Ausnahmesituation zu rechtfertigen."

KNA

Bausch verlässt Quarantäne nach negativem Test

06:04
02.11.2020
Das Mobilitätsministerium teilt in einem Communiqué mit: Vizepremierminister François Bausch kann nach einem negativen Test die Quarantäne verlassen. Er hatte den Test wie vorgeschrieben am 6. Tag der Quarantäne absolviert. 

Tom Rüdell

Schweizer Kanton Genf im Ausnahmezustand - Intensivbetten knapp

17:06
01.11.2020
Der Schweizer Kanton Genf verhängt angesichts knapper Krankenhausbetten in der Corona-Krise ab Montagabend den Ausnahmezustand. Schließen müssen Restaurants, Bars und Geschäfte, die keine Lebensmittel verkaufen, außerdem Kinos, Theater, Fitnesscenter und Dienstleister wie Friseure. Wie der Kanton am Sonntag mitteilte, sollen Schulen und Kindergärten offen bleiben.

Die hohen Corona-Infektionszahlen in der Schweiz bringen mittlerweile die Krankenhäuser in Teilen des Landes an ihre Grenzen. Im Wallis konnten einem Bericht der „NZZ am Sonntag“ zufolge erste Patienten nicht mehr auf die Intensivstationen aufgenommen werden.

Auch in den Kantonen Jura und Neuenburg sind ab Montag öffentliche und private Versammlungen von mehr als fünf Personen verboten, Gastronomie, Kultur- und Sportbereich schließen.

LW-Springer

Rheinland-Pfalz: Vierwöchiger Teil-Lockdown beginnt

17:04
01.11.2020
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben von diesem Montag an auch in Rheinland-Pfalz Gaststätten, Hotels, Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Schulen, Kitas und der Groß- und Einzelhandel bleiben dagegen offen. In den Geschäften gelten aber strengere Regeln, nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter darf im Laden sein. Geschlossen sind auch Theater, Museen und Fitnessstudios.

Kontakte mit anderen Menschen in der Öffentlichkeit werden deutlich begrenzt: auf zwei Haushalte und maximal zehn Personen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte an die Bürger appelliert, sich daran auch privat zu halten und auf Reisen, inklusive Verwandtenbesuche, zu verzichten. Die Arbeitgeber sind aufgefordert, möglichst viel Heimarbeit zuzulassen.

Die Maßnahmen sind zunächst auf den November begrenzt und sollen die exponentiell steigenden Neuinfektionen und Krankenhauseinweisungen von Covid-19-Patienten deutlich eindämmen. Der Hotel- und Gaststättenverband hat mit einer Klage gedroht und fürchtet ein Sterben seiner Betriebe.

LW-Springer