Zwei weitere Menschen sind auf Island an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das teilte das größte Krankenhaus des Landes, das Landspítali in der Hauptstadt Reykjavik, am Sonntag mit. Damit hat es auf der Nordatlantik-Insel seit Mitte Oktober fünf neue Todesfälle in Verbindung mit einer Coronavirus-Infektion gegeben, womit die Gesamttodeszahl seit Beginn der Pandemie auf 15 steigt.
Das Infektionsgeschehen war auf Island im Sommer fast zum Erliegen gekommen, monatelang hatte es keine Corona-Todesfälle mehr gegeben.
Seit Mitte September hat sich die Lage auf der Insel mit ihren rund 360.000 Einwohnern aber wieder verschärft. In den vergangenen beiden Wochen lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gerechnet höher als in Deutschland, aber weitaus niedriger als in den am stärksten in Europa betroffenen Ländern Belgien und Tschechien.
Um die Lage besser in den Griff zu bekommen, hat die isländische Regierung neue Beschränkungen erlassen: Ab Samstag und bis vorläufig zum 17. November liegt die maximale Teilnehmerzahl für Versammlungen bei nur noch zehn, Sportveranstaltungen und Bühnenauftritte werden bis dahin allesamt untersagt.
LW-Springer