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Malaysia: Über 500 Festnahmen wegen Corona-Regelverstößen

12:11
29.10.2020
In Malaysia sind nach landesweiten Kontrollen fast 550 Menschen wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen festgenommen worden. Fast 200 der Inhaftierten seien ohne Maske erwischt worden, sagte Verteidigungsminister Ismail Sabri Yaakob am Donnerstag. Andere hätten sich bei Restaurantbesuchen nicht ordnungsgemäß registriert, die Abstandsregeln nicht eingehalten oder illegal wiedereröffnete Pubs besucht. Insgesamt habe die Polizei am Mittwoch 46.000 Kontrollen durchgeführt. Die Behörden überprüfen die Einhaltung der Maßnahmen regelmäßig, dabei kommt es immer wieder zu Festnahmen.

Die meisten der Regelbrecher kommen Berichten zufolge mit einer Geldstrafe davon, aber gegen einige sei auch Untersuchungshaft verhängt worden. Das südostasiatische Land hatte von Mitte März bis Anfang Mai einen strengen Lockdown verhängt. In dieser Zeit waren mehr als 23.000 Menschen wegen Regelverstößen vorübergehend festgenommen worden.

Malaysia mit seinen 32 Millionen Einwohnern ist bislang dank strikter Regeln relativ glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. Bisher wurden rund 30.000 Infektionen registriert, fast 250 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben.

dpa

Polen registriert mehr als 20.000 Corona-Neuinfektionen

11:50
29.10.2020
In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Corona-Virus erstmals die Marke von 20.000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 20.156 neue Fälle hinzu, die meisten davon (rund 2633) in der Region Großpolen im Westen das Landes. Das teilte das polnische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Im gleichen Zeitraum starben 301 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 18.820 Fällen erst am Mittwoch erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 5149 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. 

dpa

Spaniens Parlament debattiert über sechsmonatigen Corona-Notstand

11:10
29.10.2020
Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa hat vor „sehr schweren Monaten“ gewarnt. Man müsse „zum Wohle aller vereint handeln“, sagte Illa am Donnerstag in Madrid zum Auftakt einer Parlamentsdebatte über eine umstrittene Verlängerung des Corona-Notstands um sechs Monate. Nach Medienberichten wird der Antrag der linken Minderheitsregierung trotz aller Kritik aus verschiedenen Sektoren mit rund 190 der insgesamt 350 Stimmen angenommen werden. Die Abstimmung wird nicht vor 19 Uhr erwartet.

Gegen die Verlängerung bis zum 9. Mai hatten sich neben der rechten Opposition auch Regionalparteien und Unternehmerverbände ausgesprochen. Ministerpräsident Pedro Sánchez habe aber kleinere Parteien mit Zugeständnissen überzeugt, berichteten die Zeitung „El País“ und andere Medien übereinstimmend.

Sánchez hatte am Sonntag den sogenannten Alarmzustand - die dritthöchste Notstandsstufe - ausgerufen und fast im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Nur die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanaren sind davon ausgenommen. Der Notstand gilt zunächst für zwei Wochen. Eine Verlängerung muss gemäß Verfassung vom Parlament in Madrid genehmigt werden.

Im Rahmen des Notstandes haben sich bisher neun der 17 Regionen des Landes - darunter Andalusien und das Baskenland - für mindestens eine Woche abgeriegelt. Die betroffenen Menschen dürfen die jeweilige autonome Gemeinschaft nur mit triftigem Grund verlassen - etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. Katalonien und Madrid erwägen ähnliche Maßnahmen. 

dpa