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20201117163103

Eifel: Verkäufer besucht Infizierten, dann Risikopatient

10:12
27.10.2020
Wie der "'Trierische Volksfreund" am Montag meldet, hat vergangene Woche ein Telekom-Vertreter wegen Hausbesuchen in der Eifel für Aufruhr gesorgt.

Ein Risikopatient berichtete dem Blatt, er sei von einem Verkäufer unangekündigt zu Hause besucht worden. Der Telekom-Mitarbeiter habe zwar Maske und Handschuhe getragen, habe dem Kunden dann aber erzählt, er sei eben bei einem Hausbesuch bei einem mit Covid-19 infizierten Nachbarn gewesen. Der Kunde habe den Berater daraufhin wieder vor die Tür gesetzt.

Wie die Telekom auf Anfrage des "Trierischen Volksfreunds" mitteilte, nehme man die Kritik des Kunden "sehr ernst". Allerdings habe der Berater die Wohnung des Erkrankten nicht betreten und habe auch bei seinem nächsten Kundengespräch den empfohlenen Sicherheitsabstand von zweieinhalb Meter eingehalten. Auch habe der Erkrankte nicht erwähnt, dass er positiv getestet worden sei.

Sarah Cames

Bildungsminister: Krise nicht auf dem Rücken der jungen Leute austragen

08:49
27.10.2020
Bildungsminister Claude Meisch war am Dienstagmorgen beim Radio 100,7 zu Gast und sprach dort über die aktuelle Situation an Luxemburgs Schulen.

"Diese Krise darf nicht auf dem Rücken der jungen Leute ausgetragen werden", so Meisch am Morgen. "Man kann sich auch in der Schule infizieren, aber wir wissen auch, dass das nicht der Ort ist, an dem sich die meisten jungen Leute anstecken."

Eine zwölfköpfige Tracing-Gruppe sei eigens für das Tracing innerhalb von Luxemburgs Bildungseinrichtungen zuständig. Auch das Team der Inspection sanitaire sei daran beteiligt.

Organisatorisch stelle die Pandemie viele Schulen vor eine große Herausforderung, so der Bildungsminister. Das habe man beispielsweise an der Rückkehr zum Homeschooling im ECG gesehen, die aufgrund von quarantänebedingtem Personalmangel von der Direktion angeordnet werden musste.

Die von Premierminister Xavier Bettel und Gesundheitsministerin Paulette Lenert angeordnete Viererregel werde demnächst auch im Schulport und in Schulkantinen gelten, so Meisch am Dienstag. Der Stufenplan für die Schulen, der bereits seit der Rentrée in Kraft ist, bewähre sich jedoch. Weitere große Änderungen seien demnach nicht geplant.

Meischs Optimismus  teilt jedoch nicht jeder - sowohl die Lehrergewerkschaft, wie auch viele Eltern, fordern strengere Maßnahmen und eine transparentere Kommunikation.

Sarah Cames