Letztes Update:
20201019123113

Wegen Corona: Weltcup-Reitturnier in Stuttgart abgesagt

13:52
30.07.2020
Das Weltcup-Reitturnier in Stuttgart fällt wegen der Folgen der Corona-Pandemie aus. Das gaben die Veranstalter am Donnerstag bekannt. Erstmals nach 35 Jahren gibt es damit kein internationales Turnier in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle. Stuttgart war für Spring- und Dressurreiter als Weltcup-Etappe eingeplant.

Das Turnier hätte vom 11. bis 15. November stattfinden sollen. Es ist nach Oslo, Helsinki und Madrid das vierte Springreit-Turnier des Weltcups in der Saison 2020/2021, das abgesagt wurde. Ob die Serie stattfindet, ist derzeit offen.

«Das Hallen-Reitturnier kann unter den aktuellen Corona-Bedingungen so nicht durchgeführt werden», sagte der Geschäftsführer der Veranstaltungsgesellschaft, Andreas Knoll, in einer Mitteilung. «Wir haben lange darauf gehofft, dass sich die Entwicklung der Corona-Pandemie abschwächt und wir mit Lockerungen bei den Besucherzahlen rechnen dürfen, doch davon sind wir, nach den neuesten Meldungen, weit entfernt.»

(dpa)

Liga fordert nach Corona-Pause mehr Hilfe und Beteiligung für Kinder

13:51
30.07.2020
Zur Überwindung negativer Folgen durch den Corona-Shutdown brauchen Kinder und Jugendliche nach Ansicht der Liga der freien Wohlfahrtspflege mehr Hilfen. In einer Mitteilung vom Donnerstag halten die darin zusammengeschlossenen Sozialverbände auch mehr Beteiligung für die jungen Menschen für nötig. Je nach Schulart und Fach hätten Kinder und Jugendliche 10 bis 15 Wochen Unterricht versäumt, «was 25 bis 40 Prozent eines Schuljahres entspricht». Kinder und Jugendliche hätten in den vergangenen Monaten einen gesellschaftlich deutlich überproportionalen Solidarbeitrag leisten müssen. Zum Einstieg in den Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen im nächsten Schuljahr fordert die Liga daher: «Vorrang für Kinder und Jugendliche vor Lockerungen an anderer Stelle.»

Bei Entscheidungen müssten deren Bedürfnisse mehr berücksichtigt werden. Auch müsse es zusätzliche Bildungsangebote «entsprechend ihres individuellen Lernstands» geben. Der Fernlernunterricht während der Schulschließungen sei kein Ersatz für den Präsenzunterricht. «Vielmehr hat sich gezeigt, dass es vielen Kindern und Jugendlichen nicht gelang, die für das Fernlernen notwendige Selbstregulation aufzubringen.» Auch viele Eltern hätten sich schwer getan, ihre Kinder zu Hause zum Lernen zu motivieren und zu unterstützen.

«Dieses Phänomen war in allen sozialen Milieus zu beobachten», hieß es in der Mitteilung. Die Liga geht aber davon aus, dass sich die Kluft zwischen sozial benachteiligten und privilegierten Schülern durch die coronabedingte Schließung der Schulen noch vergrößert hat. Lernbrücken in den Sommerferien könnten nur bedingt Abhilfe schaffen, weil bildungsbenachteiligte Schüler damit nicht erreicht würden.

In der Liga sind die elf Spitzenverbände der freien
Wohlfahrtspflege Baden-Württembergs zusammengeschlossen. Landesweit gehören ihnen über 320 000 Mitarbeiter sowie etwa 300 000 Ehrenamtliche an.

(dpa/lsw)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen