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Bundesverband Ärzte Öffentlicher Gesundheitsdienst: Corona-Tests an Flughäfen durch Gesundheitsämter nicht leistbar

07:26
28.07.2020
Die Gesundheitsämter können nach Einschätzung des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, BVÖGD, keine verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten an Flughäfen durchführen. Man habe keine Kapazitäten für die geplanten Abstrichzentren, sagte die BVÖGD-Vorsitzende Ute Teichert im Radioprogramm SWR Aktuell. „In der Durchführung gibt es viel zu wenig Personal in den Gesundheitsämtern. Das hat sich auch durch die Corona-Krise leider nicht geändert.“ Man sei bereits mit den originären Aufgaben ausgelastet. Dazu gehöre zum Beispiel, dass bei neuen Corona-Hotspots die Kontaktpersonen ermittelt werden müssten.

Teichert empfahl für die verpflichtenden Tests eigenes Personal einzustellen. Zuständig könnten die Kassenärztliche Bundesvereinigung und regionale Verantwortliche sein. „Da hat es in der Vergangenheit schon die Organisation von verschiedenen Abstrichzentren gegeben. An diese Pläne wird man jetzt wahrscheinlich wieder anknüpfen müssen.“

Die Einführung der verpflichtenden Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten schon ab der kommenden Woche beurteilt die BVÖGD-Vorsitzende skeptisch. Vor allem die Kontrolle von Reisenden, die mit dem Auto nach Deutschland zurückkehrten, schaffe große Probleme. „Wo wollen sie die denn erwischen“, gab Teichert in SWR Aktuell zu bedenken. „Da müssen Sie ja überall Grenzkontrollen einführen. Das wird sicherlich noch einmal sehr herausfordernd.“

SWR Aktuell

98 neue Corona-Infektionen im Südwesten

19:23
27.07.2020
Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist seit Beginn der Pandemie in Baden-Württemberg auf mindestens 36 926 gestiegen. Das waren 98 mehr als am vergangenen Freitag, wie das Sozialministerium am Montag in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Etwa 34 231 Menschen gelten als genesen. Derzeit seien geschätzt 854 Menschen im Land mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Corona-Toten gab die Behörde weiterhin mit 1841 an.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,79 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

(dpa/lsw)

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