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Schausteller und Taxifahrer sollen Millionenhilfe bekommen

13:00
23.07.2020
Den finanziell schwer angeschlagenen Schaustellern und Taxifahrern sowie der Eventbranche will das Wirtschaftsministerium mit mehr als 92 Millionen Euro Landeshilfen unterstützen. Das geht aus einer Kabinettsvorlage hervor, die nach dem Willen von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am kommenden Dienstag beschlossen werden soll. Die Mittel könnten über die vom Land bereits beschlossene Überbrückungshilfe angeboten werden. Geplant ist laut Kabinettsvorlage unter anderem, Unternehmen mit einem direkten Zuschuss zu den Tilgungsraten für Kredite zu unterstützen.

Nach den Berechnungen des Ministeriums benötigen die Schausteller und Marktkaufleute rund 47,2 Millionen Euro, für die Eventbranche mit ihren Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstaltern sollen 36,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Taxiunternehmen müssen wegen der Corona-Pandemie laut Ministerium und nach Schätzungen der Branche einen Umsatzeinbruch zwischen 60 und 70 Prozent im Jahresvergleich verkraften - für sie sollen 7,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Mit dem Geld sollten die monatlichen Tilgungsraten zwischen 400 und 800 Euro je Fahrzeug bezahlt werden.

Die Hilfe würde einigen Forderungen von Schaustellern entgegenkommen, die am Donnerstag in Stuttgart lautstark Lockerungen für ihre Branche verlangten. Erwartet wurden rund 1000 Teilnehmer und 600 Fahrzeuge. Zur Kundgebung hatte sich auch Hoffmeister-Kraut angekündigt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat nach Schätzungen des Schaustellerverbandes im Südwesten etwa jeder fünfte Unternehmer in der Branche aufgegeben. Anfang Juli hatten bereits rund 1600 Schausteller in Berlin für Erleichterungen bei den Corona-Einschränkungen demonstriert.

(dpa/lsw)

Fälle im Ortenaukreis: Keine Neu-Infektion

12:50
23.07.2020
Von Mittwoch auf Donnerstag, 23. Juli 2020, kam es im Ortenaukreis zu keiner Neu-Infektion, damit bleibt die Fallzahl der nach einem positiven Labornachweis bestätigten Corona-Infizierten bei 1234 (Stand: 14 Uhr).
Im Zusammenhang mit zwei positiv auf Covid-19 getesteten Schülern der Georg-Monsch Schule in Offenburg wurde eine umfassende Testung von rund 60 Kontaktpersonen durchgeführt. Alle Testergebnisse waren negativ.
 
1102 an COVID-19 erkrankte Personen gelten inzwischen als genesen. Da ein genaues Datum der Genesung für die meisten Fälle nicht vorliegt, wird die Zahl nach dem Algorithmus des Robert-Koch-Instituts (RKI) geschätzt. Die Zahl der aktuell Infizierten beträgt sieben.

125 Personen sind im Zusammenhang mit Covid-19 im Ortenaukreis verstorben, der Altersdurchschnitt liegt dabei bei 82 Jahren. Der jüngste Verstorbene war 37 Jahre und der älteste 98 Jahre. Von den Todesfällen waren 63 Prozent der Personen 80 Jahre und älter und 31 Prozent zwischen 60 und 79 Jahren. Bezogen auf die gemeldeten Todesfälle pro 100.000 Einwohner liegt der Ortenaukreis an achter Stelle in Baden-Württemberg.
 
Um bei lokalen Ausbrüchen den Überblick über Infektionsketten und Kontaktpersonen zu behalten, müssen Landkreise mit mehr als 50 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen. Für den Ortenaukreis beträgt die entscheidende Höchstzahl bei rund 430.000 Einwohnern 215 positive Labornachweise innerhalb der letzten sieben Tage.
Am 23. Juli 2020 beträgt der Wert für die übermittelten Fälle der letzten sieben Tage im Ortenaukreis bei vier gemeldeten Neuinfektionen „1,2“ pro 100.000 Einwohner.

(pm)

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