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Viehscheide im Allgäu wegen Corona ohne Zuschauer

07:46
26.09.2020
Wegen der Corona-Pandemie finden die Viehscheide im Allgäu heuer möglichst ohne Zuschauer statt. Wann die Rinder ins Tal gebracht werden, hielten die Alphirten deshalb geheim, sagte der Geschäftsführer des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu mit Sitz in Immenstadt, Michael Honisch. «Wir rechnen damit, dass die meisten wegen des Wetterumschwungs bis Ende September schon damit fertig sind.»

2019 hatte der Reiseführer «Lonely Planet» die Feiern zum Abtrieb der geschmückten Rinder mit Bierzelten und Krämermärkten als eines von 1000 «einmaligen Erlebnissen» in Europa aufgeführt. Für die Landwirte sei der Ausfall des Touristenspektakels aber von Vorteil, betonte Honisch. Die Tiere hätten auf dem Weg ins Tal weniger Stress, zudem sei die Abholung für die Besitzer leichter.

(dpa)

2507 Corona-Neuinfektionen - höchster Wert seit Ende April

07:44
26.09.2020
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat den höchsten Wert seit April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2507 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab. Am Freitag hatte die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle bei 2153 gelegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben vom Samstagmorgen mindestens 282 730 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 26.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9452. Das sind 9 mehr als am Vortag. Rund 249 700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 0,91 (Vortag: 0,78). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI einen Sieben-Tage-R-Wert an, der weniger tagesaktuellen Schwankungen unterliegt. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen und lag zuletzt bei 1,01 (Vortag: 0,97). Demnach steckt ein Infizierter im Mittel ungefähr einen weiteren Menschen an.

(dpa)

Kultusministerin drückt Schulbank und schaut digitalem Unterricht zu

16:57
25.09.2020
Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann schaut sich am Montag den Unterricht an einer Gemeinschaftsschule an. Vor allem digitale Bildung steht dabei auf dem Lehrplan. Der Besuch war nach einer TV-Talk-Show zustande gekommen.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) kommt am Montag (09.30 Uhr) einer Einladung im Zuge der Talk-Show «hart aber fair» nach und besucht eine Schule. Ende Mai hatte sie mit Verena Pausder, Gründerin eines Digitalvereins, im ARD-Polit-Talk über die durch die Corona-Pandemie bedingten Schulschließungen diskutiert. Am Montag will Pausder an der Gemeinschaftsschule Leutenbach (Rems-Murr-Kreis) eine digitale Unterrichtsstunde halten. Bei ihrem Besuch besucht Eisenmann die Klassen vier und neun und will sich nach Angaben eines Ministeriumssprechers vor allem über den Stand der Digitalisierung an Schulen in Baden-Württemberg informieren.

Seit zwei Wochen läuft der Schulbetrieb nach den Ferien im Südwesten wieder. An 128 Standorten werden die Klassen wegen einer Infektion mit dem Coronavirus oder dem Verdacht einer Infektion vorübergehend nur im Fernunterricht unterrichtet, wie das Kultusministerium Donnerstag mitteilte. 172 Schulklassen sind bislang aus dem Präsenzunterricht genommen worden.

(dpa)

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