Letztes Update:
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Corona-Massentest in Stuttgart: Abstriche bei 400 Nachbarn

17:32
18.07.2020
Nachdem in einem Stuttgarter Hochhauskomplex sechs Menschen an Corona erkrankt sind, hat die Stadt rund 400 Nachbarn vorsorglich testen lassen. Sie seien «vorab schriftlich über dieses freiwillige und kostenlose Angebot informiert worden», teilte die Stadt am Samstag mit. Die Getesteten wohnen demnach alle in einem Gebäudekomplex im Stadtteil Freiberg. Dort im Wohnumfeld sei bei sechs Personen die Coronavirus-Erkrankung festgestellt worden.

«Das städtische Gesundheitsamt führt in solchen Fällen regelmäßig vorbeugende Testungen durch», hieß es in der Mitteilung. «Dies ist Teil der neuen Strategie, schnell großflächig mögliche Kontaktpersonen zu testen, um die Verbreitung des Virus zu verhindern beziehungsweise Infektionsketten rechtzeitig zu unterbrechen.»

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Prof. Stefan Ehehalt, sagte: «Die Bewohner haben das Angebot ganz überwiegend gut angenommen, viele haben sich bedankt.» Nur ganz wenige hätten den Test abgelehnt.

Mediziner waren am Samstag begleitet von Personal des Deutschen Roten Kreuzes von Wohnung zu Wohnung gegangen und hatten den Abstrich angeboten. Die Ergebnisse werden bis Mitte nächster Woche erwartet.

(dpa)

Demonstranten fordern soziale Gerechtigkeit

14:27
18.07.2020
Vertreter der Gewerkschaft Verdi haben gemeinsam mit Klimaschutz-, Sozial- und Kunstinitiativen in der Stuttgarter Innenstadt für soziale Gerechtigkeit in der Corona-Krise demonstriert. Der Aufruf zu Protesten gegen die Corona-Politik der Bundesregierung stieß auf gute Resonanz, sagte eine Sprecherin des Stuttgarter Krisenbündnisses, das zu der Aktion am Samstag aufgerufen hatte. Teilnehmer forderten die solidarische Bewältigung der Kosten, die durch die Krise entstehen.

Die Antworten der Regierung auf die Corona-Pandemie und die damit verbundene Wirtschaftskrise reichen nicht aus, sagte die Sprecherin. Es drohten Entlassungen, Lohnkürzungen und Sozialabbau. Nötig sei ein sozial- und klimagerechter Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft, um eine Verschärfung sozialer Ungleichheit zu verhindern.

(dpa/lsw)

FDP-Vorsitzender Theurer kritisiert Bundesregierung

09:07
18.07.2020
Der baden-württembergische FDP-Landesvorsitzende Michael Theurer hat die Bundesregierung wegen des Umgangs mit der Corona-Pandemie kritisiert. «Wir waren auf diese Pandemie nicht richtig vorbereitet», sagte er bei einem außerordentlichen Parteitag am Samstag in der Messe Karlsruhe.

Er forderte angesichts der Wirtschaftskrise und steigender Arbeitslosigkeit auf neue bürokratische Hemmnisse für die Wirtschaft zu verzichten und nannte das geplante Lieferkettengesetz als Beispiel. Theurer sagte, es müsse möglich sein unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln zu einer neuen Normalität zurückzukehren.

Die Südwest-FDP will bei ihrem Parteitag den Chef der Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Rülke, zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 14. März 2021 wählen.

(dpa/lsw)

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