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Ärztevertreter halten Corona-Warn-App für wenig wirksam

06:35
24.09.2020
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Deutschland schätzen Ärztevertreter die Wirksamkeit der Warn-App als äußerst gering ein. «Da die Daten der App nicht automatisch an die Gesundheitsämter weitergeleitet werden, ist dieses Instrument in seiner derzeitigen Form für uns keine große Unterstützung bei der schnellen Bekämpfung und Eindämmung von Corona-Ausbrüchen», sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Die App spiele «in der alltäglichen Arbeit der deutschen Gesundheitsämter so gut wie keine Rolle.»

Es komme «äußerst selten vor, dass sich ein App-Nutzer wegen eines entsprechenden Warnhinweises bei uns meldet», sagte Teichert. Die Politik habe entschieden, «den Datenschutz über den Pandemieschutz zu stellen». Dies müsse man so akzeptieren.

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte die App am Mittwoch 100 Tage nach ihrem Start als «große Erfolgsgeschichte» bezeichnet. Mit rund 18 Millionen Downloads sei sie öfter heruntergeladen worden als alle anderen Corona-Apps in Europa. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn haben fast 5000 Nutzer eigene Kontakte damit gewarnt.

Aus Teicherts Sicht wäre es hilfreich, wenn die App eine Funktion hätte, mit der die Nutzer eine direkte Weitergabe von Warnhinweisen an das Gesundheitsamt zumindest freiwillig zulassen könnten. Damit würden die zuständigen Behörden «wesentlich schneller über Infektionsfälle informiert und könnten zügig Maßnahmen ergreifen, um einen Corona-Ausbruch einzudämmen. Dies ist ein entscheidender Punkt», sagte Teichert. Derzeit bleibe es dagegen den App-Nutzern überlassen, ob sie sich nach einem registrierten Kontakt mit einem Infizierten bei den Gesundheitsämtern meldeten. «Ob sie es tatsächlich tun, lässt sich nicht überprüfen», sagte Teichert.

(dpa)

Michelle Obama spricht über Corona-Zeit

05:52
24.09.2020
Auch im Hause Obama war das Zusammenleben in Corona-Zeiten nicht immer entspannt. «Ich denke, unsere Kinder hatten uns irgendwann satt - was in Ordnung ist, weil wir sie auch satt hatten», erzählte die frühere First Lady der USA, Michelle Obama (56), in der Talkshow mit Conan O'Brien.

Beide Töchter seien noch nicht an ihre Universitäten zurückgekehrt, sondern nähmen nach wie vor an Online-Vorlesungen teil, berichtete Obama in der Sendung, die am Mittwoch (Ortszeit) ausgestrahlt wurde. «Sie sind nicht gerade begeistert, noch länger bei uns zu bleiben.»

Ihre ältere Tochter Malia (22) besucht die Harvard University, die 19-jährige Natasha (meist Sasha genannt) begann 2019 ein Studium an der University of Michigan. «Zu Beginn der Pandemie haben wir uns alle gefreut, Zeit miteinander zu verbringen», erzählte die ehemalige First Lady. «Tagsüber haben wir unsere eigenen Aufgaben erledigt, Sport gemacht, und abends zusammen Spiele gespielt.»

Mit Ex-Präsident Barack Obama (59) ist Michelle seit 1992 verheiratet. Ihre Ehe habe unter der Pandemie nicht gelitten: «Er hatte einfach keine Zeit, mir auf die Nerven zu gehen, weil er an seinem Buch arbeiten musste», scherzte Obama. Ihr Ehemann will den ersten Band seiner Memoiren nach der diesjährigen US-Wahl veröffentlichen, wie der Verlag Penguin Random House mitteilte. 

Stefanie Kübler

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