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20201019123113

EnBW sucht Chancen in der Corona-Krise

09:44
17.07.2020
 Die Corona-Pandemie verstärkt nach Überzeugung des EnBW-Vorstandschefs Frank Mastiaux die Bedeutung krisenfester Infrastruktur und könnte damit Chancen für das Unternehmen bieten. «Das bestätigt grundsätzlich unsere strategische Ausrichtung», sagte er laut Pressemitteilung bei der Online-Hauptversammlung des Unternehmens am Freitag. EnBW beschäftigt sich unter anderem damit, Stromnetze und andere kritische Infrastrukturen gegen Angriffe von außen zu schützen.

Für das Geschäftsjahr 2020 hält die EnBW trotz erwarteter Auswirkungen der Corona-Krise auf Teilbereiche des operativen Geschäfts an der bisherigen Ergebnisprognose fest. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Adjusted Ebitda) werde voraussichtlich zwischen 2,75 und 2,9 Mrd. Euro liegen – und damit in einer Bandbreite von 13 bis 19 Prozent über dem Vorjahr, kündigte Mastiaux an.

Die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft und das Unternehmen würden sehr genau beobachtet. «Wir sind darauf vorbereitet, gegebenenfalls sehr schnell mit weiteren Gegenmaßnahmen zu reagieren, falls dies notwendig sein sollte.»

(dpa/lsw)

Merkel fordert große Kompromissbereitschaft für EU-Coronahilfen

08:36
17.07.2020
Kanzlerin Angela Merkel hat die Erwartungen an eine rasche Entscheidung über das milliardenschwere EU-Wiederaufbaupaket in der Corona-Krise gedämpft. Alle würden mit sehr viel Elan in die Beratungen gehen, sagte Merkel am Freitag in Brüssel bei ihrem Eintreffen zu den Beratungen auf dem EU-Sondergipfel über das Paket. «Aber ich muss sagen, dass die Unterschiede doch noch sehr, sehr groß sind und ich deshalb noch nicht voraussagen kann, ob wir bei diesem Mal schon zu einem Ergebnis kommen.»

«Wünschenswert wäre es. Dennoch muss man ja auch der Realität ins Auge sehen», ergänzte die Kanzlerin. Es bedürfe «wirklich großer Kompromissbereitschaft aller, damit wir etwas hinbekommen, was für Europa gut ist. Was für die Menschen in Europa gut ist angesichts dieser Pandemie. Und was auch eine entsprechende Antwort ist auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die wir haben.» Sie erwarte deswegen «sehr, sehr schwere Verhandlungen».

Deutschland werde sich gemeinsam mit Frankreich in die Verhandlungen einbringen, um Ratspräsident Charles Michel «wirklich hilfreich unter die Arme zu greifen. Und dann müssen wir jetzt einfach hart arbeiten», sagte Merkel.

Der Kanzlerin kommt in den Verhandlungen eine Vermittlerrolle zu, Deutschland führt seit dem 1. Juli den Vorsitz der 27 EU-Länder. Es geht in Brüssel um den 750-Milliarden-Euro-Plan gegen die Corona-Krise. Geklärt werden soll zugleich der nächste siebenjährige EU-Finanzrahmen im Umfang von mehr als einer Billion Euro.

(dpa)

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