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Söder wünscht sich weitere Ministerpräsidentenkonferenz

09:44
21.09.2020
Wegen der aktuellen Corona-Infektionslage im bevorstehenden Herbst will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in erneut die Ministerpräsidentenkonferenz zusammenrufen. Er wolle dazu in dieser Woche mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprechen, sagte der CSU-Chef nach Angaben von Teilnehmern am Montag in einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Die Konferenz der Länderchefs könnte dann in der kommenden oder in der übernächsten Woche stattfinden.

Hintergrund für Söders Gesprächsbedarf sind die jüngst in Bayern aber auch in anderen Bundesländern sowie in vielen Nachbarstaaten ansteigenden Infektionszahlen. Insbesondere in München ist die Infektionslage derzeit sehr kritisch. Söder hatte mit Blick auf den anstehenden Herbst und Winter bereits in den vergangenen Tagen wiederholt betont, dass die aktuellen Infektionszahlen auch in Deutschland zu hoch seien.

(dpa)

Deutlich weniger Hochzeiten wegen Corona-Pandemie

07:18
21.09.2020
Die Corona-Pandemie hat viele Heiratspläne vorerst platzen lassen. Das zeigt sich nun auch in der offiziellen Ehe-Statistik. In den ersten sechs Monaten wurden demnach bundesweit 139 900 Ehen geschlossen, 29 200 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte. Mitte März hatten Bund und Länder strenge Auflagen verhängt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Viele Standesämter schlossen vorübergehend ganz, andere schränkten ihre Dienste ein.

Die Zahl der neu geschlossenen Ehen sank aber nicht ganz auf einen historischen Tiefstand. Einmal wurden seit der Wiedervereinigung in einem ersten Halbjahr noch weniger Ehen geschlossen: 2007, als viele Paare den Juli und damit das Hochzeitsdatum 7.7.2007 ansteuerten. Damals heirateten im ersten Halbjahr nur 138 800 Paare.

Im laufenden Jahr gab es mit dem 02.02.2020 und dem 20.02.2020 gleich zwei attraktive Termine, die auch reichlich genutzt wurden - was ein weiteres Absinken der Zahlen verhinderte, wie das Bundesamt berichtete. Im Februar 2020 heirateten 21 500 Paare, fast 7300 mehr als Vorjahresmonat.

Der Effekt war in den Bundesländern unterschiedlich stark: In Brandenburg (plus 84 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (plus 82 Prozent) und Thüringen (plus 80 Prozent) sagten im Februar deutlich mehr Paare «Ja» zueinander. In Hamburg fand er dagegen so gut wie keine Beachtung, hier blieb die Zahl der Eheschließungen gleich.

Erkenntnisse über die Auswirkung der Pandemie ließen sich erst langfristig gewinnen, erklärten die Statistiker. Denn langsam wieder steigende Zahlen vom Mai und Juni deuteten daraufhin, dass viele Standesamttermine lediglich verschoben und nicht abgesagt wurden. 

(dpa)

Spahn kündigt Corona-Strategie für kalte Jahreszeit an

05:25
21.09.2020
Mit sogenannten Fieberambulanzen und besonderen Schutzvorkehrungen für Risikogruppen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Land für den befürchteten Anstieg der Corona-Infektionszahlen in der kühleren Jahreszeit wappnen. Für Patienten mit klassischen Atemwegssymptomen, die auf eine Corona- oder Grippeinfektion hindeuten, solle es zentrale Anlaufstellen geben, sagte Spahn der «Rheinischen Post» (Montag). Er setze darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche «Fieberambulanzen» vor Ort anbieten würden. «Konzeptionell gibt es die schon - sie sollten im Herbst idealerweise flächendeckend zugänglich sein.»

Um Gefahren für Risikogruppen zu minimieren, soll es Spahn zufolge spezielle Maßnahmen geben. «Wichtig ist, dass wir die besonders betroffenen Risikogruppen weiter besonders schützen und die Konzepte dafür im Alltag wieder schärfen», sagte der CDU-Politiker. «Deshalb werden präventive Reihentests in den sensiblen Bereichen wie zum Beispiel Pflegeheime ein fester Bestandteil der Teststrategie für Herbst und Winter. Dort müssen wir den Eintrag des Virus verhindern. Es gilt weiter höchste Wachsamkeit.»

Spahn erwartet, dass in Abstimmung mit den Ländern bis Mitte Oktober feststehen dürfte, wie die allgemeine Teststrategie für den Herbst und Winter weiterentwickelt wird. Antigen-Schnelltests seien ebenso vorgesehen wie neue Vorgaben des Bundesinnenministeriums zur Quarantäne-Zeit für Rückkehrer aus Risikogebieten. Spahn erklärte weiter, dass die Testkapazitäten enorm hochgefahren worden seien. «Allein in den letzten vier Wochen wurde etwa ein Drittel aller Tests seit Beginn der Pandemie gemacht.»

(dpa)

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