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Universitäten haben in Corona-Zeiten Erstsemester besonders im Blick

04:32
21.09.2020
Mehr als die Hälfte der Lehre an den Südwest-Universitäten wird im Wintersemester coronabedingt digital stattfinden - doch Anfänger sollen live an den Studienbetrieb herangeführt werden. «Für die Erstsemester sind Informationsveranstaltungen geplant, die soweit möglich gleichzeitig digital und in Präsenz stattfinden sollen», heißt es bei der Landesrektorenkonferenz (LRK) der Universitäten. «Es ist ein großer Schritt von der Schule zum Studium, der begleitet werden muss», sagte eine Sprecherin in Stuttgart. «Den jungen Menschen sind Abläufe fremd, sie kennen ihre Kommilitonen nicht und haben noch kein soziales Umfeld.» Studierendenvertretungen würden digitale Campusführungen und virtuelle soziale Events für die Erstsemester-Studierenden organisieren.

Vorlesungsbeginn ist bei fast allen Universitäten der 2. November. Die Zahl der Studienanfänger an den Hochschulen im Südwesten lag nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamtes im Wintersemester 2017/18 bei mehr als 62 000.

An den Hochschulen des Landes mit ihren 360 000 Studierenden herrscht Maskenpflicht in den Gängen und Sälen - nur am Platz darf man den Schutz abnehmen. Der gebotene Mindestabstand gilt ebenso; mit der Folge, dass vielbesuchte Vorlesungen nur digital gehalten werden. In den Laboren, wo die Distanz zueinander nicht eingehalten werden kann, werden feste Lerngruppen mit 35 Teilnehmern gebildet. Im Fall einer Infektion bleibt der betroffene Personenkreis so überschaubar. 

(dpa/lsw)

922 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

04:11
21.09.2020
Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut am Montag eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Demnach hatten die Gesundheitsämter binnen eines Tages 922 Fälle übermittelt, wie das RKI bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. «Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten», schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Sonntag.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 272 337 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 21.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben wie am Vortag bei 9386. Rund 242 200 Menschen hatten die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Sonntag bei 1,22 (Vortag: 1,27). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,17 (Vortag: 1,24). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

(dpa)

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