Letztes Update:
20201019123113

351 neue Corona-Infektionen im Südwesten

15:56
18.09.2020
Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Baden-Württemberg auf mindestens 46 771 gestiegen. Das waren 351 Personen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Freitag (Stand: 16.00 Uhr) hervorgeht. Als genesen gelten 40 790 Menschen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um zwei auf 1871. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert wurde weiterhin mit 1,02 angegeben. Der Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

(dpa/lsw)

Online-Kirchgang nach Corona stark gefragt

14:40
18.09.2020
Der coronabedingte zeitweise Umstieg auf Online-Gottesdienste hat bei vielen evangelischen Gläubigen - auch im Südwesten - laut einer Umfrage Anklang gefunden. Künftig wünschten sich mehr als 82 Prozent regelmäßige Online-Gottesdienste, auch wenn Präsenzveranstaltungen wieder möglich seien, teilte die Evangelische Kirche im Rheinland am Freitag mit. An der Online-Befragung im Auftrag der fünf Landeskirchen Baden und Württemberg, Hannover, Hessen und Nassau sowie die Evangelische Kirche im Rheinland hatten 5000 Personen teilgenommen.

Der württembergische Theologie-Dezernent, Ulrich Heckel, sagte, man werde an der Qualität von Streaming-Gottesdiensten und Online-Angeboten weiterarbeiten. «Wir werden uns Gedanken machen zu Formen der Partizipation, wie Teilnehmende aktiv in die Gottesdienstgestaltung einbezogen werden können.»

Fast zwei Drittel der Befragten (65,4 Prozent) hatten auch nach Ende des Lockdowns weiterhin an digitalen Gottesdiensten teilgenommen. Besonders hoch war die Zustimmung bei den 41- bis 60-Jährigen. Mehr als 80 Prozent waren mindestens viermal beim digitalen Kirchgang dabei.

«Digitale Gottesdienste sind keine Notlösung, sondern bieten neue Möglichkeiten der Beteiligung», sagte der rheinische Präses Manfred Rekowski. Gerade an Weihnachten, wenn der Platz in den Kirchen wegen der Corona-Auflagen nicht für alle reichen werde, böten digitale Gottesdienste die Chance, trotzdem teilzunehmen. Per Online-Kirchgang erreiche man offenbar auch die Menschen, die sonst nicht in die Kirche gingen.

Mehr als die Hälfte (60,5 Prozent) der Befragten schauten laut Umfrage den digitalen Gottesdienst allein. Mehr als zwei Drittel beschrieben die Atmosphäre in der Online-Kirche als freundlich. Herzlich fanden sie aber nur etwa 38 Prozent. Knapp die Hälfte der Befragten ist mit dem reinen Zuschauen zufrieden. Von Mai bis Juli wurden insgesamt 4767 Menschen befragt.

(dpa/lsw)

Erfolg bei Behandlung einer coronabedingten Lungenentzündung

13:50
18.09.2020
Ein Medikament des Pharmakonzerns Roche senkt nach Angaben des Unternehmens die Gefahr eines besonders schweren Verlaufs einer coronabedingten Lungenentzündung. Eine Phase-3-Studie habe gezeigt, dass Patienten, die das Roche-Mittel Actemra/RoActemra (Tocilizumab) bekommen hätten, eine um 44 Prozent niedrigere Wahrscheinlichkeit hatten, an die Beatmungsmaschine angeschlossen werden zu müssen als eine mit Placebos behandelte Vergleichsgruppe. Das teilte Roche am Freitag mit. Es liefen aktuell noch weitere Studien zur Wirksamkeit des Medikaments. Actemra/RoActemra sei bisher nicht zur Behandlung von coronabedingter Lungenentzündung zugelassen.

(dpa)

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