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Initiative Querdenken verschiebt Konstanzer Demo auf 4. Oktober

16:36
16.09.2020
Die Querdenken-Demonstration in Konstanz am Bodensee gegen die Corona-Politik soll doch nicht am Tag der Deutschen Einheit stattfinden. Der lokale Ableger der Stuttgarter Initiative hat seine Kundgebung am Hafen auf den 4. Oktober verschoben. Grund für die Verschiebung sei die Vielzahl der für den 3. Oktober vorgesehenen Veranstaltungen, sagte Organisator Gerry Mayr am Mittwoch. Nach Angaben der Stadt sind für den Tag bisher 16 Kundgebungen angemeldet. Zuvor hatte der «Südkurier» (Mittwoch) darüber berichtet.

Die Friedens-Menschenkette der Initiative am Bodensee ist den Organisatoren zufolge aber nach wie vor für den 3. Oktober geplant.

Die Stadt Konstanz prüft noch mit Blick auf Abstands- und Hygieneregeln, ob und in welcher Form die Demonstrationen an dem Wochenende stattfinden können. Eine Entscheidung darüber sei vermutlich Ende kommender Woche zu erwarten, sagte ein Stadtsprecher. Für die Querdenken-Demo hat Mayr 4500 Teilnehmer angemeldet. 

(dpa/lsw)

Kitaverband fordert Geld für Lüftungsanlagen

14:48
16.09.2020
Der Deutsche Kitaverband fordert mit Blick auf den Winter unter Coronabedingungen Mittel für die Ausrüstung der Kitas mit Lüftungsanlagen. Abstandsregeln, Masken und halbstündiges Lüften sind laut einer Stellungnahme des Verbandes, der die freien Kitaträger in Deutschland vertritt, in Kitas kaum umsetzbar. «Wir sollten daher nichts unversucht lassen und zusätzlich mögliche technische Lösungen ausschöpfen.» Den Regelbetrieb von Kitas und Schulen auch in der kalten Jahreszeit aufrechterhalten zu können, müsse der Öffentlichkeit etwas wert sein.

In der Großen Koalition war Ende August vereinbart worden, 500 Millionen Euro zur «Corona-gerechten Umrüstung» von Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten bereitzustellen, um die Ausbreitung von Corona über kleinste Schwebeteilchen - sogenannte Aerosole - einzudämmen. Das Förderprogramm sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, hieß es vom Kitaverband. Weitere Bundes- und Landesmittel müssten freigemacht werden. «Bildungseinrichtungen müssen bei der Ausstattung mit raumlufttechnischen Anlagen Priorität vor anderen Bereichen haben.»

(dpa)

Studenten sollen an die Hochschulen zurückkehren

14:26
16.09.2020
Die Landesregierung will den Studenten den Weg zurück an die Hochschulen ebnen. Ab dem Wintersemester sollen an den Hochschulen im Land wieder mehr Präsenzveranstaltungen möglich sein, teilte das Staatsministerium am Mittwoch nach einer Sitzung der Corona-Lenkungsgruppe des Landes mit. Das sei etwa in naturwissenschaftlichen Fächern und in Laboren besonders erforderlich. Auch Erstsemester sollen Präsenzveranstaltungen besuchen können, um den Hochschulbetrieb kennenzulernen. Beim Präsenzbetrieb sollen sich die Hochschulen an die Regeln der Schulen anlehnen. Eine Vermischung von Gruppen soll möglichst vermieden werden. Hygiene- und Abstandsregeln würden gelten.

Nach der Empfehlung der Länder vom Dienstag will das Land zudem Fans so schnell wie möglich die Rückkehr in Fußballstadien und Sporthallen ermöglich, teilte das Staatsministerium mit. Allerdings müssten vorher die Hygienekonzepte der Vereine vorliegen und von den zuständigen Ordnungsämtern geprüft werden.

Um Engpässe bei Corona-Tests zu vermeiden, erhöht das Land die Laborkapazitäten. Derzeit würden fast 120 000 Tests pro Woche durchgeführt, das sei eine Verdreifachung im Vergleich zum März. Die Labore im Land seien fast überall voll ausgelastet.

Künftig sollen zudem weniger Intensiv- und Beatmungsplätze für Corona-Patienten frei gehalten werden, um wieder mehr Platz für andere Patienten zu schaffen. Die bisherige Freihaltequote der Intensiv- und Beatmungsplätze von 30 bis 35 Prozent soll wegen der aktuell geringen Belegung auf zehn Prozent reduziert werden. 

(dpa)

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